Di., 21. Januar 2014

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18:30h Vortrag und Diskussion Chronik des Schmerzes Volume 1

Zur Literarisierung von Gefühlen | Eine Anthropologie des Schmerzes | David Le Breton, Professor der Anthropologie und Soziologie (Universität Strasbourg) | Moderation: Pascal Hintermeyer, Professor der Soziologie (Universität Strasbourg)

Médiathèque André Malraux, salle de conférence (RDC), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

Beschreibung >>

Mit der „Chronik des Schmerzes“ rücken die Schmerzen von Todespatienten in den Mittelpunkt. In seiner Forschung beschäftigt David Le Breton sich einerseits mit dem menschlichen Körper und seinen Repräsentationsweisen und andererseits mit dem Risikoverhalten. In seiner Anthropologie des Schmerzes: “Schmerz. Eine Kulturgeschichte”, beschreibt Le Breton, wie verschiedene soziologische, historisch-anthropologische, kulturelle, religiöse, philosophische, psychologische und medizinische Interpretationen des Schmerzes zu verschiedenen Handlungsmustern führten, den Körper demnach auf eine bestimmte Art konstruierten und ihn in eine symbolische Ordnung integrierten. Der Schmerz sei "totalitär", weil er immer den ganzen Körper absorbiere, auch wenn er nur von einem Organ ausgeht. Überdies vernichte er unsere Freiheit und Souveränität, er treibe in die Einsamkeit und sei das rein Private, weil in Bezug auf den Schmerz ein Mitfühlen und ein Wissen nicht möglich sei.


Veröffentlichungen:
Expériences de la douleur. Entre destruction et renaissance (Métailié),
Anthropologie de la douleur (Métailié) / deutsche Übersetzung: Schmerz. Eine Kulturgeschichte, Zürich/Berlin: diaphanes 2003,
En souffrance. Adolescence et entrée dans la vie (Métailié) ou Anthropologie du corps et modernité (PUF).

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Prof. David Le Breton (Université Strasbourg) Foto: Francesco Gattoni

Fr., 24. Januar 2014

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19:30h Filmvorführung Tomboy von Céline Sciamma

F 2011 | Regie: Céline Sciamma | FSK 12 | Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumenta-Künstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof. Einführung von Anna Schreiner, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Mit: Zoé Héran und Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy.


Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und ihre Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten auch keines sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt behält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.

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Filmstill: "Tomboy" von Céline Sciamma

So., 26. Januar 2014

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19:30h Filmvorführung Tomboy von Céline Sciamma

F 2011 | Regie: Céline Sciamma | FSK 12 | Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumenta-Künstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Mit: Zoé Héran und Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy.


Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und ihre Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten auch keines sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt behält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.

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Filmstill: "Tomboy" von Céline Sciamma

Do., 30. Januar 2014

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21:30h Filmvorführung Tomboy von Céline Sciamma

F 2011 | Regie: Céline Sciamma | FSK 12 | Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumenta-Künstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Mit: Zoé Héran und Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy.


Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und ihre Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten auch keines sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt behält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.

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Filmstill: "Tomboy" von Céline Sciamma

Fr., 31. Januar 2014

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19:00h Spoken Word-Performance Im Affekt gesprochen Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 neue Produktion für Art Affects

Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 liefern mit "Im Affekt gesprochen" eine tiefsinnige Live-Performance mit poetischen Bildern und rhythmischen Wortspieleskapaden.

NUR NOCH WENIGE KARTEN VERFÜGBAR - BITTE VORBESTELLEN!! Literaturbüro im Kinosaal Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. 40. Mit einem Grußwort zur Art Affects-Eröffnung in Freiburg von Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 8€ / 6 € Literaturbüro: 0761/289989; WEITERER TERMIN IM THEATER BASEL AM Di 18. Februar 2014 um 19 Uhr !! 0041(61) 295 11 33 billettkasse@theater-basel.ch. Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00 - 13.00 Uhr, 15.30 - 18.45 Uhr Samstag 10.00 - 18.45 Uhr

Melinda Nadj Abonji (*1968 in der Vojvodina) ist
 Autorin, Textperformerin, Musikerin (Geige und Gesang). Studium der Germanistik und Geschichte in Zürich (Lic. Phil. I). Seit 1998 Zusammenarbeit mit dem Raplyriker und Beatboxer Jurczok 1001 (Textperformance, Musik, Theater). Seit 2006 Leiterin einer freien Schreibwerkstatt in Zürich. 2004 erschien ihr erster Roman „Im Schaufenster im Frühling“, für den sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Nach dem Roman „Tauben fliegen auf“ erhielt sie den schweizer und den deutschen Buchpreis.

Jurczok 1001 (*1974 in der Schweiz) ist Dichter, MC und Sänger. Gehört zu den Spoken Word-Pionieren der Schweiz. Lebt und arbeitet in Zürich. Tritt seit 1996 unter dem Namen Jurczok 1001 auf.
Seit 1998 Zusammenarbeit mit der Autorin und Musikerin Melinda Nadj Abonji (Textperformance, Musik, Theater) unter anderm: Volksbühne Berlin, Roter Salon; Theater Hebbel am Ufer, Berlin; Sophiensäle Berlin; Literaturfest Salzburg; Buchmesse Warschau, Kulturpalast.

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Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 Foto: Peter Tillessen

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20:00h Lesung und Gespräch Chronik der Angst Volume 2 NUR NOCH WENIGE KARTEN VERFÜGBAR - BITTE VORBESTELLEN!!

Zur Literarisierung von Angst. Gunther Geltinger aus seinem neuen Roman „Moor“ 2013 und Annette Pehnt aus ihrem neuen Werk „Lexikon der Angst“ 2013. Moderation: Christa Binswanger

Literaturbüro, Urachstr. 40, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 8 € / 6 € Literaturbüro: 0761/289989

Rückkehr eines neuen klugen und originellen Tons des Pathos & Kitsch (Gunther Geltinger) und kühles „deutsches“ Schreiben (Annette Pehnt).

Annette Pehnt, geboren 1967, lebt als vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Dozentin in Freiburg. Zu ihren letzten Texten gehören Mobbing (2008), Hier kommt Michelle (2011) und Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern (2011) sowie Chronik der Nähe (2012).

Gunther Geltinger wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und studierte in Wien Drehbuch und Dramaturgie sowie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er nahm an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil und wurde mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet.
2009 hat er sowohl im Künstlerhaus Edenkoben wie auch auf dem Künstlerhof Schreyahn gelebt und geschrieben.
MENSCH ENGEL war seine erste Buchveröffentlichung.


Dr. Christa Binswanger ist ständige Dozentin für Gender und Diversity an der Universität St. Gallen. In Ihrem Habilitationsprojekt untersucht sie "Sexuelle Scripts als Palimpsest". Sie analysiert zeitgenössische Texte der Neueren Deutschen Literatur im Hinblick auf vergeschlechtlichte Dimensionen sexuellen Handelns und Fantasierens im Medium des literarischen Texts. Diese Analyse wird mit aktuellen Debatten in Gender, Queer und Affect Studies verbunden.

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© Gunther Geltinger © Jürgen Bauer

Sa., 1. Februar 2014

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21:30h Filmvorführung Keep the Lights on von Ira Sachs

USA 2012 | Regie: Ira Sachs | OV/d Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Mit: Thure Lindhart, Zachary Booth, Julianne Nicholson, Marylin Neimark, Paprika Steen, Sebastian La Cause.

In seinem teilweise autobiografischen New Yorker Independent-Drama fängt Ira Sachs eine Realität urbaner Homosexualität um die Jahrtausendwende ein.
„Keep the Lights On“ erzählt von Sex, Freundschaft, Intimität und vor allem Liebe. Mit der Momentaufnahme des (Zusammen-)Lebens zweier junger Männer in Manhattan eröffnet der Film den ehrlichen Blick auf einen Grundcharakter moderner Beziehungen. Die Geschichte spielt sich im intensiven Wandel der Stadt, zwischen Diskobeats und traurigen Celloklängen ab. Der Dokumentarfilmer Erik trifft auf Paul, Anwalt, ungeoutet. Die zufällige Begegnung schafft eine tiefere Verbindung zueinander. Impulsiv beginnt eine Affäre, die sich schnell in eine andere Beziehung entwickelt. Das gemeinsam aufgebaute Leben wird jedoch bald von Pauls Drogensucht überschattet. Es erwächst eine Spannung zwischen Zwängen und Abhängigkeiten und dem stetigen Versuch die zerfallende Beziehung zu retten.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ rahmt die verschiedenen Veranstaltungen. Die lokalen Programmkinos zeigen unter dem Übertitel „Gefühlsabgründe“ unterschiedliche Filme mit Genderschwerpunkten.

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Do., 6. Februar 2014

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19:30h Filmvorführung Keep the Lights on von Ira Sachs

USA 2012 | Regie: Ira Sachs | OV/d Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof. Einführung in den Film Anna Schreiner, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Mit: Thure Lindhart, Zachary Booth, Julianne Nicholson, Marylin Neimark, Paprika Steen, Sebastian La Cause.

In seinem teilweise autobiografischen New Yorker Independent-Drama fängt Ira Sachs eine Realität urbaner Homosexualität um die Jahrtausendwende ein.
„Keep the Lights On“ erzählt von Sex, Freundschaft, Intimität und vor allem Liebe. Mit der Momentaufnahme des (Zusammen-)Lebens zweier junger Männer in Manhattan eröffnet der Film den ehrlichen Blick auf einen Grundcharakter moderner Beziehungen. Die Geschichte spielt sich im intensiven Wandel der Stadt, zwischen Diskobeats und traurigen Celloklängen ab. Der Dokumentarfilmer Erik trifft auf Paul, Anwalt, ungeoutet. Die zufällige Begegnung schafft eine tiefere Verbindung zueinander. Impulsiv beginnt eine Affäre, die sich schnell in eine andere Beziehung entwickelt. Das gemeinsam aufgebaute Leben wird jedoch bald von Pauls Drogensucht überschattet. Es erwächst eine Spannung zwischen Zwängen und Abhängigkeiten und dem stetigen Versuch die zerfallende Beziehung zu retten.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ rahmt die verschiedenen Veranstaltungen. Die lokalen Programmkinos zeigen unter dem Übertitel „Gefühlsabgründe“ unterschiedliche Filme mit Genderschwerpunkten.

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21:00h Filmvorführung Tomboy von Céline Sciamma

F 2011 | Regie: Céline Sciamma | FSK 12 | Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumenta-Künstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Mit: Zoé Héran und Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy.


Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und ihre Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten auch keines sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt behält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.

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Filmstill: "Tomboy" von Céline Sciamma

Fr., 7. Februar 2014

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18:00h Stimmparcours ENTRE VOIX ENTRE VUES Premiere im Rahmen von Art Affects Isabelle Marx

mit Isabelle Marx (Stimme) & Danielle Bertotto (Video)

Médiathèque André Malraux, salle du conte (1er étage), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Entrée libre, Tel : 0033 388 45 10 10

Die Sängerin Isabelle Marx und die Videokünstlerin Danielle Bertotto konfrontieren ihr jeweiliges Ausdrucksmedium miteinander und erschaffen einen "Ort", einen "Moment" der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Der Parcours, durch den die Besucher geleitet werden, stellt die durch Klang, Stimme und Bilder ausgelösten Gefühle in den Mittelpunkt. Beim Umherwandern wird der Zuhörer eingeladen, verschiedene Emotionen zu durchlaufen, die durch unterschiedliche Hör- und Seh-Angebote evoziert werden. Es handelt sich nicht um Theater im klassischen Sinne, sondern es werden aus Aufführungen bekannte Prozesse genutzt, um "Ereignisse" zu schaffen, die die eigene innere Welt aufleben lassen. Die nicht sichtbare Präsenz der Darstellerin löst die Zuhörer aus der Position des betrachtenden Gegenübers und macht sie zu ihren eigenen Gefühls-Akteuren: das Eigentliche findet innen statt.

Mittels der zwei Sinne Hören und Sehen entsteht ein emotionales Territorium, daß durch Stimme (Voix) und Blick (Vue) stimuliert wird. In welchem Moment wird in uns ein Gefühl ausgelöst? Sind wir genügend in Verbindung mit diesen Empfindungen? In welchem Moment sind Hören, Sehen und die Stimme im Einklang oder Mißverhältnis? Wann beeinflußt die Wahrnehmung unsere Imagination und kreiert mentale Bilder als Gemeinplätze oder als besondere Bilder für jeden persönlich?

Eine Stimme ist nie neutral, denn sie verbindet uns direkt mit dem ersten Moment unseres Lebens. Sie ist eine ursprüngliche, unmittelbare und für den Verstand nicht kontrollierbare Empfindung. Man kann durch einen Gesang berührt werden ohne Worte zu verstehen. Die Wahlmöglichkeit den Blick auf etwas auszurichten, hebt das Vorangegangene hervor. Kann sie uns noch so tief berühren während über mehrere Monitore Bilder auf uns einströmen? Immer schneller und variationsreicher, ist das Bild zu einem Konsumobjekt geworden. Wenn es die Schönheit eines Gesanges stören kann, kann es ihn auch verfeinern und über sich hinausheben. Wie also begegnet man sich zwischen Stimme und Bild, zwischen Klang und Blick? Wie kann man mit derselben Differenziertheit und Sensibilität Visuelles entstehen lassen, mit welchem Blick sieht man den Gesang, wie visualisiert man die Erregung, wie läßt man Bilder sprechen?

Als Sängerin und Schauspielerin tritt Isabelle Marx (Strasbourg) sowohl in Konzerten als auch in Theateraufführungen und musikalischen Komödien auf, sie hat mehrere Musikformationen initiiert sowie Musiktheaterstücke inszeniert und gespielt. 2008 hat sie sechs Künstler aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen in einem Projekt zusammengebracht, die als Gruppe unter dem Namen TRUNK interdisziplinäre Improvisationen entwickelten.

Isabelle Marx realisiert experimentelles Arbeiten mit der Stimme und erforscht unterschiedliche Stimmtechniken in der Welt. Sie arbeitet mit Professoren, die verschiedene Methoden der Annäherung haben wie unter anderem das Theater Roy Hart, Feldenkrais, der Ethno-Musikologin Martina Catella in Paris. Sie ist bis heute die einzige zertifizierte Lehrerin des Stimmtrainings nach der Methode Estill in Frankreich.

Diese Produktion wurde erfolgreich über ein Crowdfunding finanziert.

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Danielle Bertotto

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19:00h Trinationales Podium mit Simultanübersetzung: GEFÜHLSLAGEN

Auf dem trinational besetzten Podium „Gefühlslagen” diskutieren die israelische Soziologin Eva Illouz, der als Autor der ersten Foucault Biografie bekannte Philosoph und Soziologe Didier Eribon aus Frankreich und die Schweizer Neurowissenschaftlerin Susanne Leiberg, verheiratete Di Pietrantonio. Im Gespräch werden die unterschiedlichen Perspektiven von Kulturwissenschaft und naturwissenschaftlichem Verständnis davon, wie Gefühle im Gehirn hergestellt werden, mit der philosophischen Sicht zusammengeführt. Titel der Inputvorträge: Prof. Dr. Eva Illouz (Israel): "Gefühle in Zeiten des Kapitalismus", Dr. Susanne Leiberg (CH): "Empathie und Mitgefühl im Gehirn" und Didier Eribon (F): Une théorie des affects : ou peut-on fonder une politique sur les émotions ? // Eine Theorie der Affekte: oder kann eine Politik auf Emotionen basieren? Moderation: Wibke Gerking. Das Gespräch findet auf englisch, französisch und deutsch statt und wird simultan in alle drei Sprachen übersetzt.

Theater, Kleines Haus , Freiburg

Beschreibung >>

Eva Illouz (Israel), Soziologin, Fokus: Ökonomie und kulturelle Struktur von Gefühlen Publikationen und schreibt über den "Konsum der Romantik", "Gefühle in Zeiten des Kapitalismus" oder „Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung.“ Suhrkamp 2011 und „Die neue Liebesordnung. Frauen, Männer und „Shades of Grey“.“ Suhrkamp 2013.

Didier Eribon ist Philosoph, Soziologe und Dozent an der Universität Amiens. Er war Visiting Professor in Berkeley (US) und Cambridge (UK) und gilt als einer der wichtigsten französischen Intellektuellen. Er ist Autor zahlreicher Werke, darunter die Biografie von Michel Foucault (Fayard, 1989, Champs-Flammarion, 2011), Une morale du minoritaire (Fayard, 2003), Echapper à la psychanalye (Leo Scheer, 2005), Retour à Reims (Fayard 2009, Champs-Flammarion, 2010 - Returning to Reims, ins Englische übersetzt von Michael Lucey, Semiotexte September 2013), eine neue Ausgabe von Réflexions sur la question gay (Champs-Flammarion, 2012) und La Societé comme verdict April 2013.

Susanne Leiberg, Jahrgang 1978, studierte Psychologie (TU Dresden). In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit der neuronalen Verarbeitung von Gefühlen bei Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung. Sie erhielt den Doktor für Verhaltens- und Neurowissenschaften von der Max Planck International Research School an der Universität Tübingen für ihre Arbeit zu den mittels MEG erfassten neuronalen Korrelaten des auditorischen Arbeitsgedächtnisses. Seit dem beschäftigt sich ihre Forschung mit den Themen Empathie und Mitgefühl, deren Regulation und den Zusammenhang zu prosozialem Verhalten. Am Laboratory for Social and Neural Systems Research der Universität Zürich hat sie die Trainierbarkeit von Mitgefühl und die damit einhergehenden Veränderungen auf neuronaler und Verhaltensebene untersucht. Seit 2011 verfolgt sie außerdem eine Weiterbildung zur systemischen Psychotherapeutin und arbeitet in einer psychiatrischen Klinik. Auch hier interessiert sie, wie die Akzeptanz unserer Gefühle zur Steigerung psychischer Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt.

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Prof. Eva Illouz

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21:00h Filmvorführung Tomboy von Céline Sciamma

F 2011 | Regie: Céline Sciamma | FSK 12 | Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumenta-Künstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Einführung von Camille Degotte, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Mit: Zoé Héran und Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy.


Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und ihre Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und möchte am liebsten auch keines sein. Laure ist ein Tomboy. Als sie mit ihren Eltern umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt behält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt, und in den sich Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte.

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Filmstill: "Tomboy" von Céline Sciamma

Sa., 8. Februar 2014

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16:00h Stimmparcours ENTRE VOIX ENTRE VUES Premiere im Rahmen von Art Affects Isabelle Marx

mit Isabelle Marx (Stimme) & Danielle Bertotto (Video)

Médiathèque André Malraux, salle du conte (1er étage), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: entrée libre

Die Sängerin Isabelle Marx und die Videokünstlerin Danielle Bertotto konfrontieren ihr jeweiliges Ausdrucksmedium miteinander und erschaffen einen "Ort", einen "Moment" der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Der Parcours, durch den die Besucher geleitet werden, stellt die durch Klang, Stimme und Bilder ausgelösten Gefühle in den Mittelpunkt. Beim Umherwandern wird der Zuhörer eingeladen, verschiedene Emotionen zu durchlaufen, die durch unterschiedliche Hör- und Seh-Angebote evoziert werden. Es handelt sich nicht um Theater im klassischen Sinne, sondern es werden aus Aufführungen bekannte Prozesse genutzt, um "Ereignisse" zu schaffen, die die eigene innere Welt aufleben lassen. Die nicht sichtbare Präsenz der Darstellerin löst die Zuhörer aus der Position des betrachtenden Gegenübers und macht sie zu ihren eigenen Gefühls-Akteuren: das Eigentliche findet innen statt.

Mittels der zwei Sinne Hören und Sehen entsteht ein emotionales Territorium, daß durch Stimme (Voix) und Blick (Vue) stimuliert wird. In welchem Moment wird in uns ein Gefühl ausgelöst? Sind wir genügend in Verbindung mit diesen Empfindungen? In welchem Moment sind Hören, Sehen und die Stimme im Einklang oder Mißverhältnis? Wann beeinflußt die Wahrnehmung unsere Imagination und kreiert mentale Bilder als Gemeinplätze oder als besondere Bilder für jeden persönlich?

Eine Stimme ist nie neutral, denn sie verbindet uns direkt mit dem ersten Moment unseres Lebens. Sie ist eine ursprüngliche, unmittelbare und für den Verstand nicht kontrollierbare Empfindung. Man kann durch einen Gesang berührt werden ohne Worte zu verstehen. Die Wahlmöglichkeit den Blick auf etwas auszurichten, hebt das Vorangegangene hervor. Kann sie uns noch so tief berühren während über mehrere Monitore Bilder auf uns einströmen? Immer schneller und variationsreicher, ist das Bild zu einem Konsumobjekt geworden. Wenn es die Schönheit eines Gesanges stören kann, kann es ihn auch verfeinern und über sich hinausheben. Wie also begegnet man sich zwischen Stimme und Bild, zwischen Klang und Blick? Wie kann man mit derselben Differenziertheit und Sensibilität Visuelles entstehen lassen, mit welchem Blick sieht man den Gesang, wie visualisiert man die Erregung, wie läßt man Bilder sprechen?

Als Sängerin und Schauspielerin tritt Isabelle Marx (Strasbourg) sowohl in Konzerten als auch in Theateraufführungen und musikalischen Komödien auf, sie hat mehrere Musikformationen initiiert sowie Musiktheaterstücke inszeniert und gespielt. 2008 hat sie sechs Künstler aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen in einem Projekt zusammengebracht, die als Gruppe unter dem Namen TRUNK interdisziplinäre Improvisationen entwickelten.

Isabelle Marx realisiert experimentelles Arbeiten mit der Stimme und erforscht unterschiedliche Stimmtechniken in der Welt. Sie arbeitet mit Professoren, die verschiedene Methoden der Annäherung haben wie unter anderem das Theater Roy Hart, Feldenkrais, der Ethno-Musikologin Martina Catella in Paris. Sie ist bis heute die einzige zertifizierte Lehrerin des Stimmtrainings nach der Methode Estill in Frankreich.

Diese Produktion wurde erfolgreich über ein Crowdfunding finanziert.

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Danielle Bertotto

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17:30h Vortrag und Gespräch Classes, identités, trajectoires von Didier Eribon

Didier Eribon der Philosoph und Soziologe aus Paris stellt im Gespräch mit Dominique Brancher (Universität Basel) seine aktuellen Werke vor: Retour à Reims und La Societé comme verdict. In französischer Sprache

Médiathèque André Malraux, salle de conférence (RDC), 1 Presqu’île André Malraux, 67076 Strasbourg Cedex , Straßburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Entrée libre

Der Philosoph und Soziologe Didier Eribon ist Professor an der Universität Amiens, war Visiting Professor in Berkeley (US) und Cambridge (UK) und gilt als einer der wichtigsten französischen Intellektuellen unserer Zeit. Er ist Autor zahlreicher Werke, darunter die Biografie von Michel Foucault (Fayard, 1989, Champs-Flammarion, 2011), Une morale du minoritaire (Fayard, 2003), Echapper à la psychanalye (Leo Scheer, 2005), Retour à Reims (Fayard 2009, Champs-Flammarion, 2010 - Returning to Reims, ins Englische übersetzt von Michael Lucey, Semiotexte September 2013), eine neue Ausgabe von Réflexions sur la question gay (Champs-Flammarion, 2012) und La Societé comme verdict April 2013.

In seinem Werk Retour à Reims, kommt er auf seine Kindheit im Arbeitermilieu zurück und hinterfragt die Gründe und Bedingungen für seinen sozialen Aufstieg. Seine gelebte Erfahrung betonend, gibt Didier Eribon einen persönlichen Bericht ab, ohne jemals die soziologische und philosophische Tragweite aus den Augen zu verlieren, die er wiederzugeben versteht. Er analysiert die Entwicklung der sozialen Klassen und die Rolle des Schulsystems sowie der Kultur in der Reproduktion und Wiederholung der Ungleichheiten. Aber er stellt sich auch Fragen zur Politik und dem Bezug zu den Bevölkerungsschichten auf der Linken und der Rechten. In dem Bild, das er für seine Leser malt, räumt er den Fragen zur Andersartigkeit und Sexualität einen großen Platz ein. Seine Werke, in denen er Emotionen und Theorie vermischt, haben einen großen Widerhall gefunden und zahlreiche Debatten hervorgerufen.

"Über die "Rückkehr" zu schreiben führt zu neuen Fragestellungen. Man muß daher noch weitergehen, immer weiter in der Selbst-Analyse, d.h. der Analyse seiner selbst als Ausgangspunkt für die Analyse der sozialen Realität, sowie aller "Urteile" die diese beinhaltet, und die selbst das ungleiche Funktionieren einer Gesellschaft und die Fortdauer des Funktionierens der Ungleichheit organisieren." (Interview im Têtu)

Für Art Affects fragt er:
Das kritische Denken wurzelt notwendigerweise in der gelebten Erfahrung: sie entwickelt eine Reflexion ausgehend von den empfundenen Affekten derer, die sich in einer sie beherrschenden oder stigmatisierenden Situation in der sozialen Welt befinden: zum Beispiel die Scham oder die Wut.
Wie können die Literatur, theoretische Ansätze und die Politik revolutionäre Gefühle gegen eine soziale Ordnung ausdrücken, die, weit über die rein emotionale Ebene hinausreichend, eine radikale Kritik ausarbeitet und zu einem kollektiven Emanzipationsprozess beiträgt?

Durch das Gespräch führt Dominique Brancher. Die Preisträgerin des Prix Jubilé 2009, ist Assistenzprofessorin für Ältere Französische und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Sie wurde 1970 in Genf geboren und studierte französische Sprach- und Literaturwissenschaft an den Universitäten Genf, Oxford und Paris X-Nanterre.

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Didier Eribon. Foto: Antoine Idier

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20:00h Performatives Konzert Les Reines Prochaines SOUND SURROUNDS von Nicoletta Torcelli

Feministisch-explorative Bühnenperformance-Show der vier Schweizer Künstlerinnen Michèle Fuchs, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick und Barbara Naegelin. Die Veranstaltung ist Teil von SOUND SURROUNDS - Klangkunst aus dem Dreieckland / Arts sonores dans la région tri-rhénane

E-Werk, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Abendkasse

"Verena die hat Pläne
Sie will doch noch so viel
ein grosses Kunstwerk bauen
Das ist für sie ein Ziel.
Eine Erfindung soll es werden
Eine Licht Klang Konstruktion
Für viele viele Menschen
Eine grosse Attraktion."

Unsere Arbeit besteht aus verschiedenen Sparten, multimediale Performances, Konzertprogramme, Tonträger und Videobänder. Die Musik ist mediale Basis, alles kreist um sie.
Unser Vorgehen ist prozesshaft, assoziativ, konzeptuell. Autorinnenarbeit und kollektives Schaffen ergänzen und verweben sich selbstverständlich zu einem Produkt. Musik und Performances sind geprägt von unseren inneren Bildern, Ahnungen, Erinnerungen, Erfahrungen und Phantasien in Bezug auf unsere individuelle, politische und kulturelle Realität.

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Les Reines Prochaines

Do., 13. Februar 2014

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Dauerveranstaltung Videoinstallation Myself as Popfeminist Artist Ariane Andereggen

Fünf Videoarbeiten im Monitor mit Kopfhörer im Loop vom 13.-16.02.2014 von 10-22h. Titel der Einzelarbeiten: 1. PSYCHO-POP Subjection 2. Discursive Limits and detailed Artwork of Free-Jazz-Rockmonster 3. The Depression-Gala 4. Living in females Drifts (In the Style of Fakelore) 5. Confrontation-Dress: Astrofeminist.

Theater, Jackson Pollock Bar , Freiburg

Beschreibung >>

Der Videofilm „1. PSYCHO-POP Subjection“ kreist um hedonistische Pop-Konzepte, die eher über eine Emotionslosigkeit als darstellerische Norm und Distanz funktionieren. Zum Beispiel bewusst unterartikulierte Körpergesten oder überartikulierter Sprech-Gesang. Der Künstlerin gelingt es jedoch nicht, ihre Gefühle hinter ihrem Kostüm zu verstecken und sie scheitert gekonnt an ihrer eigenen Uncoolness.

Ariane Andereggen (*1969, lebt in Basel) ist Theaterschauspielerin, Medienkünstlerin und Performerin und bezeichnet sich selbst als bildende Schauspielerin und darstellende Künstlerin. Formate der Künstlerin sind neben Schauspiel und Performance, Video, Fotografie, Zeichnung und Text. Mit ihrem Langzeitprojekt Second Art World (S.A.W.) sucht sie nach einem Zugriff auf das kollektiv-mediatisierte Unterbewusstsein der vergangenen Avantgarde. Ein halberinnertes Universum, deren einzelne Projekte wie "Myself as Popfeminist-Artist" Selbstaneignungsstrategien sind.
Zur Zeit lebt und arbeitet sie als Schauspielerin, Performerin, Videokünstlerin und Regisseurin in Basel und Kairo.

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Ariane Andereggen as Popfeminist Artist

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18:00h Pavillon zerbrechlich Rocco Schelletter

Installation

Schaufenster in der Passage Jackson Pollock Bar vom 13.-16. Februar 2014, Freiburg

Beschreibung >>

Schutz-Ort für ein intimes Selbstverständnis.

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Rocco Schelletter im Pavillon zerbrechlich

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18:00h Stimmparcours ENTRE VOIX ENTRE VUES Premiere im Rahmen von Art Affects Isabelle Marx

mit Isabelle Marx (Stimme) & Danielle Bertotto (Video)

Médiatheque André Malraux, salle du conte, 1er étage, 1 Presqu'île André Malraux, Straßburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: entrée libre

Die Sängerin Isabelle Marx und die Videokünstlerin Danielle Bertotto konfrontieren ihr jeweiliges Ausdrucksmedium miteinander und erschaffen einen "Ort", einen "Moment" der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Der Parcours, durch den die Besucher geleitet werden, stellt die durch Klang, Stimme und Bilder ausgelösten Gefühle in den Mittelpunkt. Beim Umherwandern wird der Zuhörer eingeladen, verschiedene Emotionen zu durchlaufen, die durch unterschiedliche Hör- und Seh-Angebote evoziert werden. Es handelt sich nicht um Theater im klassischen Sinne, sondern es werden aus Aufführungen bekannte Prozesse genutzt, um "Ereignisse" zu schaffen, die die eigene innere Welt aufleben lassen. Die nicht sichtbare Präsenz der Darstellerin löst die Zuhörer aus der Position des betrachtenden Gegenübers und macht sie zu ihren eigenen Gefühls-Akteuren: das Eigentliche findet innen statt.

Mittels der zwei Sinne Hören und Sehen entsteht ein emotionales Territorium, daß durch Stimme (Voix) und Blick (Vue) stimuliert wird. In welchem Moment wird in uns ein Gefühl ausgelöst? Sind wir genügend in Verbindung mit diesen Empfindungen? In welchem Moment sind Hören, Sehen und die Stimme im Einklang oder Mißverhältnis? Wann beeinflußt die Wahrnehmung unsere Imagination und kreiert mentale Bilder als Gemeinplätze oder als besondere Bilder für jeden persönlich?

Eine Stimme ist nie neutral, denn sie verbindet uns direkt mit dem ersten Moment unseres Lebens. Sie ist eine ursprüngliche, unmittelbare und für den Verstand nicht kontrollierbare Empfindung. Man kann durch einen Gesang berührt werden ohne Worte zu verstehen. Die Wahlmöglichkeit den Blick auf etwas auszurichten, hebt das Vorangegangene hervor. Kann sie uns noch so tief berühren während über mehrere Monitore Bilder auf uns einströmen? Immer schneller und variationsreicher, ist das Bild zu einem Konsumobjekt geworden. Wenn es die Schönheit eines Gesanges stören kann, kann es ihn auch verfeinern und über sich hinausheben. Wie also begegnet man sich zwischen Stimme und Bild, zwischen Klang und Blick? Wie kann man mit derselben Differenziertheit und Sensibilität Visuelles entstehen lassen, mit welchem Blick sieht man den Gesang, wie visualisiert man die Erregung, wie läßt man Bilder sprechen?

Als Sängerin und Schauspielerin tritt Isabelle Marx (Strasbourg) sowohl in Konzerten als auch in Theateraufführungen und musikalischen Komödien auf, sie hat mehrere Musikformationen initiiert sowie Musiktheaterstücke inszeniert und gespielt. 2008 hat sie sechs Künstler aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen in einem Projekt zusammengebracht, die als Gruppe unter dem Namen TRUNK interdisziplinäre Improvisationen entwickelten.

Isabelle Marx realisiert experimentelles Arbeiten mit der Stimme und erforscht unterschiedliche Stimmtechniken in der Welt. Sie arbeitet mit Professoren, die verschiedene Methoden der Annäherung haben wie unter anderem das Theater Roy Hart, Feldenkrais, der Ethno-Musikologin Martina Catella in Paris. Sie ist bis heute die einzige zertifizierte Lehrerin des Stimmtrainings nach der Methode Estill in Frankreich.

Diese Produktion wurde erfolgreich über ein Crowdfunding finanziert.

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Danielle Bertotto

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19:30h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Theater, Kammerbühne, Freiburg

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Vorverkauf: 12€ / 8€ Theaterkasse Freiburg Tel. 0761 201-2853 Fax 0761 201-2898 theaterkasse@theater.freiburg.de

„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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21:00h Filmvorführung Keep the Lights on von Ira Sachs

USA 2012 | Regie: Ira Sachs | OV/d Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Basel

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Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Mit: Thure Lindhart, Zachary Booth, Julianne Nicholson, Marylin Neimark, Paprika Steen, Sebastian La Cause.

In seinem teilweise autobiografischen New Yorker Independent-Drama fängt Ira Sachs eine Realität urbaner Homosexualität um die Jahrtausendwende ein.
„Keep the Lights On“ erzählt von Sex, Freundschaft, Intimität und vor allem Liebe. Mit der Momentaufnahme des (Zusammen-)Lebens zweier junger Männer in Manhattan eröffnet der Film den ehrlichen Blick auf einen Grundcharakter moderner Beziehungen. Die Geschichte spielt sich im intensiven Wandel der Stadt, zwischen Diskobeats und traurigen Celloklängen ab. Der Dokumentarfilmer Erik trifft auf Paul, Anwalt, ungeoutet. Die zufällige Begegnung schafft eine tiefere Verbindung zueinander. Impulsiv beginnt eine Affäre, die sich schnell in eine andere Beziehung entwickelt. Das gemeinsam aufgebaute Leben wird jedoch bald von Pauls Drogensucht überschattet. Es erwächst eine Spannung zwischen Zwängen und Abhängigkeiten und dem stetigen Versuch die zerfallende Beziehung zu retten.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ rahmt die verschiedenen Veranstaltungen. Die lokalen Programmkinos zeigen unter dem Übertitel „Gefühlsabgründe“ unterschiedliche Filme mit Genderschwerpunkten.

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Fr., 14. Februar 2014

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10:00h Performative Installation Gefühle begehen in der Blackbox

Performance vom 14.-16.02.2014. Eine Drei-Phasen-Arbeit von und mit Barbara Müller. Die Darkroom-Blackbox ist eine grob gezimmerte, begehbare Holzkiste.

Theater, Passage zur Jackson Pollock Bar, Freiburg

Beschreibung >>

14.02.2014 Phase 1: Gefühle erspüren – wahrnehmen – sichtbar machen – verorten

15.02.2014 Phase 2: Gefühle aussprechen – hörbar machen

16.02.2014 Phase 3: Gefühle transformieren und sublimieren – Gefühle frei lassen


Konzept
Phase 1:

Die Darkroom-Blackbox wird am Morgen eröffnet.
Menschen werden eingeladen einzeln und nacheinander die Kammer durch die Eingangstür zu betreten.
In der DR-BB soll er/sie sich auf den Hocker setzen, innehalten und in sich spüren, nicht denken, nur versuchen zu fühlen.
Wenn ein konkretes Gefühl (Angst, Liebe, Vertrauen, Trauer...?) wahrnehmbar geworden ist, soll sich die Person an den kleinen Tisch setzen und das Gefühl mit dem Bleistift auf einen der Zettel schreiben.
Nun soll sie einen Platz irgendwo an der Wand aussuchen und mit Hammer und Nagel dort den Zettel befestigen.
Wichtig ist, dass die Person selbständig und selbstverantwortlich diese Handlungen begeht.
Sobald die Person den Raum durch den Ausgang verlassen hat, kann nach einer kurzen Pause die nächste Person die DR-BB betreten und das Ritual kann fortgeführt werden.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen.
Die Künstlerin wird in der Nacht sämtliche Zettel in der Kammer lesen und auf Band sprechen.
Hocker, Schemel, Kerze, Hammer, Nägel und Zettel/Bleistift werden entfernt.

Phase 2:

Am Morgen werden die beiden Türen der DR-BB ganztägig geöffnet. Diese wird mit einer Glühbirne diffus beleuchtet.
Die aufgenommenen Texte werden über ein Abspielgerät, das auf dem Tisch steht, im Endlosmodus abgespielt.
Die aufgeschriebenen Gefühle sind nun visualisiert und hörbar gemacht.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen und das Abspielgerät abgestellt.

Phase 3:

Es beginnt die Transformationsphase.
Die Künstlerin betritt am Morgen die DR-BB. Die Eingangstür bleibt geöffnet.
Sie räumt die Kammer.
Auf den Tisch wird das Holzgefäß mit den Zetteln gestellt.
Die Türen werden geschlossen.
Um 17.30 Uhr trägt die Künstlerin durch die Ausgangstür das Gefäß mit den Zetteln aus der DR-BB zu einem öffentlichen Ort, an dem nun die Zettel verbrannt werden und die Asche in die Luft gestreut (in die Freiheit entlassen) wird.

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In der Blackbox: Barbara Müller

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10:00h Einführung Symposium Politics of Affects | Politiken der Gefühle Wissenschaft & Kunst

Einführung ins Thema und Format: "Art Affects. Politiken der Gefühle" von Andrea Zimmermann und Ursula Degner

Kleines Haus, Freiburg

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Vorverkauf: Eintritt frei

„Art Affects – Politiken der Gefühle“ ist ein Kultur-Wissenschafts-Karussell, das die politische Dimension scheinbar individueller und privater Affekte zum Thema macht. Ursula Degener und Andrea Zimmermann stellen, unterstützt von szenischen Interventionen, in der Einführung Konzept und Struktur des viertägigen Symposiums und Festivals vor:
Theater und Wissenschaft begegnen sich in einer Art Gefühlslabor. Sie erschließen mit ihren je eigenen Mitteln neue Diskussions- und Erfahrungsräume zum Thema. Zentrale Gedanken der US-amerikanischen „Affect Studies“ werden aufgegriffen und für den deutschsprachigen Kontext fruchtbar gemacht. Die Affect Studies erweisen sich als Fortsetzung des Feminismus, der Gender und Queer Studies: Sie stellen auf neue Weise die Dualismen von privat-öffentlich, Natur-Kultur, rational-irrational in Frage.

Symposium „Art Affects – Politik der Gefühle“ vom 13.-16. Februar 2014 im Stadttheater Freiburg
Das Symposium „Art Affects – Politik der Gefühle“ ist Teil eines transdisziplinären, trinationalen Kultur-Science-Karussells, das Gefühlslagen in Kunst, Literatur und Wissenschaft zusammenführt. Aus einer Gender-Perspektive werden zentrale Themen der bisher vor allem in den USA verankerten „Affect Studies“ aufgegriffen und weiterentwickelt: Welche Rolle spielen Affekte in der Entstehung und Konsolidierung von als privat bzw. öffentlich konzipierten Praxen sowie von sozialen Bewegungen? Wie werden Affekte sexualisiert? Welche materiell-körperlichen Implikationen haben Affekte? Und wie sind kulturelle Archive mit Affekten durchsetzt?
Dabei geht es nicht allein darum, Gefühl, Subjektivität und Privatheit als Orte des Politischen zu rehabilitieren. Vielmehr bieten die Affect Studies neue Ansatzpunkte für das feministische Projekt, die Dualismen von privat-öffentlich, Natur-Kultur, rational-irrational zu hinterfragen und zu überwinden. Im Rahmen des Symposiums fragen wir nach den politischen Dimensionen vermeintlich privater Gefühlszustände wie der Depression, danach, wie unbelebte Objekte machtvolle Träger gefühlter Zugehörigkeiten werden, oder nach den Potentialen, die Affekte für Prozesse geschlechterpolitischer Transformation bereithalten.
Das Programm experimentiert mit vielfältigen Zugängen zu diesen Themen. Die Vorträge von Prof. Ann Cvetkovich, Prof. Mel Y Chen, Prof. Birgit Sauer und Prof. Andrea Maihofer werden durch neue Ansätze des Bühnen-Schreibens und Bühnen-Denken befragt, gespiegelt und ergänzt durch Performances, Workshops, szenische Lesungen, Filme und Musik. Das künstlerische und das wissenschaftliche Programm fließen ineinander, stehen gegeneinander und treten so in eine Kommunikation über Affects und ihre gesellschaftlichen und politischen Dimensionen.

Konferenzsprachen sind deutsch und englisch, ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.art-affects.net/de und http://www.genderstudies.uni-freiburg.de/veranstaltungen.
Anmeldungen erbitten wir bis zum 2. Februar 2014 unter zag@mail.uni-freiburg.de

Veranstalter_innen: Zentrum Gender Studies der Universität Basel (ZGS), Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg (ZAG), Universität Strasbourg, Literaturbüro Freiburg, Carl-Schurz-Haus Freiburg, Theater Freiburg.

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Toxic (Filmstill von Pauline Baudry und Renate Lorenz) im Rahmen von Bossing Images

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14:00h Kurzfilm The Alphabet of Feeling Bad (HD 13 Min. D | 2012)

Regie: Karin Michalski; Kollaboration: Renate Lorenz; Schnitt: Elfe Brandenburger; Kamera: Robert Mleczko; Ton: Antje Volkmann; Color grading: Matthias Behrens / wave-line Berlin; Produktion Karin Michalski; support: Wassan All, Pauline Boudry

Theater, Kleines Haus, Freiburg

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Vorverkauf: Eintritt frei

"The Alphabet of Feeling Bad" zeigt ein experimentelles Interview mit der Theoretikerin und Aktivistin Ann Cvetkovich. Die auf Gesprächen mit der Filmemacherin beruhende Performance von Cvetkovich erläutert von A bis Z Begriffe wie Depression, aber auch alltägliche negative Gefühle wie die Vorstellung, in einer Sackgasse zu stecken, sich gelähmt zu fühlen, nicht arbeiten zu können, von Anforderungen überwältigt zu sein, nicht zu genügen und nicht weiter zu kommen, und versieht sie mit neuen Bedeutungen. In der Tradition von Initiativen wie dem SPK (Sozialistisches Patienten-Kollektiv) der 1970er Jahre werden negative Gefühle nicht als individuelles Versagen, als Fehler oder Krankheit verstanden. Es wird vielmehr die Frage aufgeworfen, wie diese als "public feelings" kollektiv gefühlt und im Kontext neoliberaler Arbeitsverhältnisse, aber auch von Homophobie und Rassismus politisiert werden können. Der Film bezieht sich auf theoretische Arbeiten u.a. von Lauren Berlant, Heather Love, Sara Ahmed und Ann Cvetkovich.

Karin Michalski
arbeitet als Künstlerin, Filmkuratorin und Dozentin in Berlin.
Sie war mit ihren Film- und Videoarbeiten an zahlreichen internationalen Festivals und Ausstellungen beteiligt u.a. mit Working On It (50 min., 2008, Co-Regie: Sabina Baumann), Monika M. (15 min., 2004) und Pashke und Sofia (30 min., 2003). "The Alphabet of Feeling Bad" ist ihr neuster Film.

Filme (Auswahl):
"working on it" (Germany/Switzerland 2008, 50')
"Monika M." (eine Produktion von 3sat / dffb, 2003)
"Pashke und Sofia" (2003)

Festivals (Auswahl):
Citizen Queer – Shedhalle, Zürich 2004
Netherlands Transgender Filmfestival 2003
San Francisco International Lesbian and Gay Filmfestival 2003

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Ann Cvetkovich Filmstill: The Alphabet of Feeling Bad

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14:00h Vortrag, Film und Gespräch The Sovereignty of the Senses Prof. Ann Cvetkovich The Alphabet of Feeling bad von Karin Michalski

Film "The Alphabet of Feeling Bad" von Karin Michalski Keynote Prof. Dr. Ann Cvetkovich (Vortragssprache englisch) und Filmemacherin Karin Michalski im Gespräch. Moderation: Friederike Schulte (Carl-Schurz-Haus Freiburg)

Theater, Kleines Haus, Freiburg

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Vorverkauf: Eintritt frei

Am Slogan “Depressed? It might be political!” des Feel Tank Chicago lassen sich grundlegende Positionen der Affect Theory zeigen: Affects bzw. Gefühle werden als Ausgangspunkt und Folge wissenschaftlicher Reflexion, künstlerischen Ausdrucks und politischen Handelns ernstgenommen und rehabilitiert. Am Beispiel der Depression wendet sich das Kollektiv gegen die gesellschaftlich und ökonomisch bedingte Individualisierung, Privatisierung und Pathologisierung von Gefühlen. So wird eine Öffentlichkeit geschaffen und mobilisiert, um auf eine politische und nicht zuletzt geschlechterpolitische Transformation hinzuwirken. Gleichzeitig rücken die Affect Studies die materielle Dimension von Körpern ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Während ‚Emotionen‘ häufig mit bewussten Gefühlszuständen verbunden werden, verweisen ‚Affects‘ auf einen unvermittelten Zugang zum Subjektiven unter Berücksichtigung vor-bewusster und vorindividueller
körperlicher Reaktionen.

This presentation will draw from a larger project that aims to articulate notions of sovereignty, democracy, and freedom in affective and sensory terms. It conceives of sovereignty as an embodied practice rather than an abstract concept and as something that must be learned and experienced collectively over time rather than as a fixed and final condition of a sovereign or discrete individual or nation. Focusing in particular on how my work on affect has been informed by art practice, the talk will develop the concept of the “sovereignty of the senses” through a discussion of Alison Bechdel’s graphic narrative memoir, Are You My Mother?, as well as queer and feminist installation projects by Zoe Leonard, Rachael Shannon, and Karin Michalski that use built environments to transform affective, sensory, and social experience.

Ann Cvetkovich, University of Texas at Austin, is Ellen Clayton Garwood Centennial Professor of English and Professor of Women’s and Gender Studies at the University of Texas at Austin. Her research interests include gay and lesbian studies, public feelings and trauma studies. She is the author of She has been coeditor, with Annamarie Jagose, of GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies. Her current writing projects focus on the current state of LGBTQ archives and the creative use of them by artists to create counterarchives and interventions in public history.

Selected Publications
Depression: A Public Feeling (Duke). 2012.
with Janet Staiger and Ann Reynolds: Political Emotions (Routledge). 2010.
Public Feelings. SAQ: South Atlantic Quarterly, 106(3), 459-468. 2007.
An Archive of Feelings: Trauma, Sexuality, and Lesbian Public Cultures (Duke). 2003.
Mixed Feelings: Feminism, Mass Culture, and Victorian Sensationalism (Rutgers). 1992.

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Aktuelles Buch von Ann Cvetkovich

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18:00h Stimmparcours ENTRE VOIX ENTRE VUES Premiere im Rahmen von Art Affects Isabelle Marx

mit Isabelle Marx (Stimme) & Danielle Bertotto (Video)

Médiathèque André Malraux, salle du conte (1er étage), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

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Vorverkauf: entrée libre

Die Sängerin Isabelle Marx und die Videokünstlerin Danielle Bertotto konfrontieren ihr jeweiliges Ausdrucksmedium miteinander und erschaffen einen "Ort", einen "Moment" der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Der Parcours, durch den die Besucher geleitet werden, stellt die durch Klang, Stimme und Bilder ausgelösten Gefühle in den Mittelpunkt. Beim Umherwandern wird der Zuhörer eingeladen, verschiedene Emotionen zu durchlaufen, die durch unterschiedliche Hör- und Seh-Angebote evoziert werden. Es handelt sich nicht um Theater im klassischen Sinne, sondern es werden aus Aufführungen bekannte Prozesse genutzt, um "Ereignisse" zu schaffen, die die eigene innere Welt aufleben lassen. Die nicht sichtbare Präsenz der Darstellerin löst die Zuhörer aus der Position des betrachtenden Gegenübers und macht sie zu ihren eigenen Gefühls-Akteuren: das Eigentliche findet innen statt.

Mittels der zwei Sinne Hören und Sehen entsteht ein emotionales Territorium, daß durch Stimme (Voix) und Blick (Vue) stimuliert wird. In welchem Moment wird in uns ein Gefühl ausgelöst? Sind wir genügend in Verbindung mit diesen Empfindungen? In welchem Moment sind Hören, Sehen und die Stimme im Einklang oder Mißverhältnis? Wann beeinflußt die Wahrnehmung unsere Imagination und kreiert mentale Bilder als Gemeinplätze oder als besondere Bilder für jeden persönlich?

Eine Stimme ist nie neutral, denn sie verbindet uns direkt mit dem ersten Moment unseres Lebens. Sie ist eine ursprüngliche, unmittelbare und für den Verstand nicht kontrollierbare Empfindung. Man kann durch einen Gesang berührt werden ohne Worte zu verstehen. Die Wahlmöglichkeit den Blick auf etwas auszurichten, hebt das Vorangegangene hervor. Kann sie uns noch so tief berühren während über mehrere Monitore Bilder auf uns einströmen? Immer schneller und variationsreicher, ist das Bild zu einem Konsumobjekt geworden. Wenn es die Schönheit eines Gesanges stören kann, kann es ihn auch verfeinern und über sich hinausheben. Wie also begegnet man sich zwischen Stimme und Bild, zwischen Klang und Blick? Wie kann man mit derselben Differenziertheit und Sensibilität Visuelles entstehen lassen, mit welchem Blick sieht man den Gesang, wie visualisiert man die Erregung, wie läßt man Bilder sprechen?

Als Sängerin und Schauspielerin tritt Isabelle Marx (Strasbourg) sowohl in Konzerten als auch in Theateraufführungen und musikalischen Komödien auf, sie hat mehrere Musikformationen initiiert sowie Musiktheaterstücke inszeniert und gespielt. 2008 hat sie sechs Künstler aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen in einem Projekt zusammengebracht, die als Gruppe unter dem Namen TRUNK interdisziplinäre Improvisationen entwickelten.

Isabelle Marx realisiert experimentelles Arbeiten mit der Stimme und erforscht unterschiedliche Stimmtechniken in der Welt. Sie arbeitet mit Professoren, die verschiedene Methoden der Annäherung haben wie unter anderem das Theater Roy Hart, Feldenkrais, der Ethno-Musikologin Martina Catella in Paris. Sie ist bis heute die einzige zertifizierte Lehrerin des Stimmtrainings nach der Methode Estill in Frankreich.

Diese Produktion wurde erfolgreich über ein Crowdfunding finanziert.

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Danielle Bertotto

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19:00h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Theater, Kammerbühne, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Theaterkasse 12€ /8 €, Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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19:30h Theaterstück (UA) DRÜBERLEBEN - AUSVERKAUFT

Weitere Spieldaten: DONNERSTAG, 06.02.14 - 19:30 Uhr SAMSTAG, 22.02.14 - 19:30 Uhr DIENSTAG, 11.03.14 - 21:00 Uhr MITTWOCH, 12.03.14 - 21:00 Uhr. Produktion des Stadttheater Freiburgs zum Thema Depression. Ein Schauspiel nach dem Roman von Kathrin Weßling.

Theater, Werkraum, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 12€/8€ an der Theaterkasse, Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

„Ich bin ein menschlicher Verkehrsunfall. Irgendwann bin ich stehengeblieben, und dann sind die Ereignisse wie LKWs in mich hineingefahren.“

Wenn Kathrin Weßling über Depression schreibt, liest sich das analytisch, komisch und sehr musikalisch. In ihrem Debutroman erzählt die Autorin, Bloggerin und Poetry-Slamerin, wie die 24-jährige Ida sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt und den Kampf aufnimmt gegen die Angst und das Tiefdruckgebiet im Kopf: „Das Problem ist, dass wir allzu gern eine Lösung wünschen, die dem Ursache-Wirkung-Prinzip gefährlich gefällig ist: Ich habe ein Problem, finden Sie gefälligst die Ursache.“ – Wie lässt sich ein Leben gestalten mit einer Krankheit, die „sinnblind“, also nicht auf einen letzten Grund zurückzuführen ist?

Regie: Daniel Wahl / Ausstattung: Viva Schudt / Musik: Malte Preuss / Dramaturgie: Jutta Wangemann

Schauspieler_innen: Charlotte Müller, Nicole Reitzenstein; Malte Preuss (Live-Musiker)

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Charlotte Müller, Malte Preuß und Nicole Reitzenstein (v.l.n.r) Drüberleben © M. Korbel

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20:30h Szenische Lesungen und Podium Der Hals der Giraffe nach Judith Schalansky & von den beinen zu kurz von Katja Brunner

Szenische Lesungen mit Schauspieler_innen des Freiburger Ensembles "Der Hals der Giraffe" – nach dem Roman von Judith Schalansky und "von den beinen zu kurz" von Katja Brunner. Podium: Florian Hertweck und Katja Brunner. Moderation: Viola Hasselberg

Theater, Kleines Haus, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 12€ / 8€ an der Theaterkasse, Tel. 0761 201-2853 Fax 0761 201-2898 theaterkasse@theater.freiburg.de

"Der Hals der Giraffe" spiegelt die Innensicht der Biologielehrerin Inge Lohmark im vorpommerschen Hinterland, die ihre Umwelt lieblos durch ihre Brille des grausamen Sozialdarwinismus beobachtet. Judith Schalansky ist Autorin, Herausgeberin und Buchgestalterin. Sie studierte Kunstgeschichte an der FU Berlin und Kommunikationsdesign an der FH Potsdam. "Der Hals der Giraffe" mit dem Untertitel "ein Bildungsroman" ist 2011 bei Suhrkamp erschienen und wurde in die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2011 aufgenommen.
„Die gewollte sprachliche Unscheinbarkeit und Nüchternheit, in denen sich Inge Lohmarks Charakter spiegelt, wird durch den Reichtum der Natur gesprengt, der bei Schalansky nicht nur ein stofflicher und optischer, sondern auch ein begrifflicher ist. Eine bessere Biologiestunde lässt sich nicht denken. [...] Es ist ein umgekehrter Bildungsroman, den Judith Schalansky hier präsentiert, ein kleines antidarwinistisches Manifest.“ (Felicitas von Lovenberg, faz)
Regie: Florian Hertweck
Schauspieler_innen: Lilith Häßle und Matthias Lodd


"von den beinen zu kurz" von Katja Brunner
Mit ihrem radikal anderen Stück über den Mißbrauch der Tochter in einer bürgerlichen Familie gewinnt die erst 22-jährige Autorin mit "von den beinen zu kurz" den Mülheimer Dramatikerpreis 2013.
Katja Brunner, geboren 1991 in Zürich, studierte Literarisches Schreiben an der HdK Bern und an der UdK Berlin Szenisches Schreiben. 2009/2010 entstand innerhalb des Dramenprozessors ihr Stück "Von den Beinen zu kurz", es wurde am Theater Winkelwiese uraufgeführt und war in der Spielzeit 2012/2013 am Schauspiel Hannover zu sehen. Im Mai 2013 ist sie mit ihrem Stück "die hölle ist auch nur eine sauna" zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. In der Spielzeit 2014/2015 ist Katja Brunner Hausautorin am Theater Luzern.
Regie: Patricia Benecke
Schauspieler_innen: Stephanie Schönfeld, Linda Lienhard, André Benndorff, Heiner Bomhard

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Katja Brunner © Oleg Jurk

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21:00h Filmvorführung Keep the Lights on von Ira Sachs

USA 2012 | Regie: Ira Sachs | OV/d Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Mit: Thure Lindhart, Zachary Booth, Julianne Nicholson, Marylin Neimark, Paprika Steen, Sebastian La Cause.

In seinem teilweise autobiografischen New Yorker Independent-Drama fängt Ira Sachs eine Realität urbaner Homosexualität um die Jahrtausendwende ein.
„Keep the Lights On“ erzählt von Sex, Freundschaft, Intimität und vor allem Liebe. Mit der Momentaufnahme des (Zusammen-)Lebens zweier junger Männer in Manhattan eröffnet der Film den ehrlichen Blick auf einen Grundcharakter moderner Beziehungen. Die Geschichte spielt sich im intensiven Wandel der Stadt, zwischen Diskobeats und traurigen Celloklängen ab. Der Dokumentarfilmer Erik trifft auf Paul, Anwalt, ungeoutet. Die zufällige Begegnung schafft eine tiefere Verbindung zueinander. Impulsiv beginnt eine Affäre, die sich schnell in eine andere Beziehung entwickelt. Das gemeinsam aufgebaute Leben wird jedoch bald von Pauls Drogensucht überschattet. Es erwächst eine Spannung zwischen Zwängen und Abhängigkeiten und dem stetigen Versuch die zerfallende Beziehung zu retten.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ rahmt die verschiedenen Veranstaltungen. Die lokalen Programmkinos zeigen unter dem Übertitel „Gefühlsabgründe“ unterschiedliche Filme mit Genderschwerpunkten.

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22:30h Musikalische Performance Die Sexxonauten

Das heißt: Sprechgesang und Trompete mit radikal-poetischen Zwischentönen über die heteronormative Zementlandschaft.

Theater, Jackson Pollock Bar , Freiburg

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Vorverkauf: ausverkauft

Nic Porn und Charlie Bee.

„Und mit Schwänzen und Mösen / Körpergrenzen auflösen.“ (Bernadette La Hengst 2012)
Wer will live dabei sein bei den Sexxonauten? Wer guckt mit durch das Schlüsselloch ins Schlafzimmer der Freiburger Nic Porn und Tante Charly?
Die heteronormative Geschlechterpraxis ist Zielscheibe dieser beiden delikaten Künstler_innen. Die hungrige Rampensau Nic Porn (Nicole Reitzenstein) von der echten Theater-Bühne mit Text und Gesang mit dem Musiker Charlie Bee (Burkhard Finckh), der nie ohne Trompete durch Straßen und Radiostationen flaniert, beide zusammen allzeit bereit, um in Wort und Ton über Fragen des Begehrens zu philosophieren. Schon mal was von "Hetera-Lesbe" gehört? Nein? Dann vielleicht von Sexsubjekten? Oder von analverkehrbegehrenden Frauenliebhabern? Wer will wen und was und warum und wie kann man eigentlich feststellen, mit wem man sich auf welche Weise vereinigen kann? Das Geben und Hingeben teilen. Gezuckert wird die Show der „Queer Generation“ mit glamourösen Versatzstücken aus nackten Körperteilen, klugen Klängen und schlichter Wolllust. Es geht ums Ganze, es geht tief, es berührt uns alle. Try and error, geh in die Welt und folge deinem Begehren.

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© Die Sexxonauten

Sa., 15. Februar 2014

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10:00h Vortrag, Film & Gespräch Lateral Feelings / Vergiftete Gefühle Prof. Mel Y. Chen Toxic Pauline Boudry & Renate Lorenz

Vortrag von keynotespeaker Prof. Dr. Mel Y. Chen (Berkeley / USA) Diskussion & Denklabor Rassismus, Vergiftete Gefühle, Queer Affects, Verbindung von Wissenschaft und Kunst

Theater, Kleines Haus , Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei

Theoretiker_in Mel Y. Chen weist darauf hin, dass Toxizität sowohl bedrohlich als auch verlockend wirkt. Das Giftige inspiriert und belebt, ebenso wie es soziale Beziehungen zwischen Queerem und Unbelebtem stiftet. Toxine sind Markierungen und Substanzen, die reisen und entlang ihrer Wege unerwartete Bindungen und Bündnisse schaffen. Wie berühren wir, projizieren wir, wie nehmen wir Gift auf und bringen es hervor? Inwiefern ist Toxizität eine geteilte Erfahrung, die nichtsdestotrotz ungleich verteilt ist? Wenn du in einer vergifteten Umwelt oder sozialen Ordnung lebst, ist es dann viel versprechend, selber zum Giftstoff zu werden?

Mel Y. Chen, University of California, Berkeley, is Associate Professor of Gender & Women's Studies at U.C. Berkeley and an affiliate of the Center for Race and Gender, the Science and Technology Studies Center, and the Institute for Cognitive and Behavioral Sciences.
Mel's research and teaching interests include queer and gender theory, animal studies, critical race theory, disability studies, and critical linguistics. In the Fall of 2009, Mel convened "Species Spectacles", a U.C. Humanities Research Institute Residential Research Group focused on animality, sexuality and race. Mel's short film, Local Grown Corn (2007), explores interweavings of immigration, childhood, illness and friendship; it has played in both asian and queer film festivals.
Selected Publications
Animacies: Biopolitics, Racial Mattering, and Queer Affect (Duke University Press, Perverse Modernities series). 2012.
“Toxic Animacies, Inanimate Affections.” GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies. 17:2-3, 265-286. 2011.
“Racialized Toxins and Sovereign Fantasies.” Discourse: Journal for Theoretical Studies in Media and Culture. 29:2, 367-383. 2007.
“Affect in Language Interpretation.” In Michael Achard and Suzanne Kemmer, eds. Language, Culture, and Mind. Stanford: CSLI Publications, 37-54. 2004.

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Toxic (Pauline Boudry / Renate Lorenz, 2012, 13 min), Filmstill, courtesy of the artists

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10:00h Performative Installation Gefühle begehen in der Blackbox

Performance vom 14.-16.02.2014. Eine Drei-Phasen-Arbeit von und mit Barbara Müller. Die Darkroom-Blackbox ist eine grob gezimmerte, begehbare Holzkiste.

Theater, Passage zur Jackson Pollock Bar 10-22h, Freiburg

Beschreibung >>

14.02.2014 Phase 1: Gefühle erspüren – wahrnehmen – sichtbar machen – verorten

15.02.2014 Phase 2: Gefühle aussprechen – hörbar machen

16.02.2014 Phase 3: Gefühle transformieren und sublimieren – Gefühle frei lassen


Konzept
Phase 1:

Die Darkroom-Blackbox wird am Morgen eröffnet.
Menschen werden eingeladen einzeln und nacheinander die Kammer durch die Eingangstür zu betreten.
In der DR-BB soll er/sie sich auf den Hocker setzen, innehalten und in sich spüren, nicht denken, nur versuchen zu fühlen.
Wenn ein konkretes Gefühl (Angst, Liebe, Vertrauen, Trauer...?) wahrnehmbar geworden ist, soll sich die Person an den kleinen Tisch setzen und das Gefühl mit dem Bleistift auf einen der Zettel schreiben.
Nun soll sie einen Platz irgendwo an der Wand aussuchen und mit Hammer und Nagel dort den Zettel befestigen.
Wichtig ist, dass die Person selbständig und selbstverantwortlich diese Handlungen begeht.
Sobald die Person den Raum durch den Ausgang verlassen hat, kann nach einer kurzen Pause die nächste Person die DR-BB betreten und das Ritual kann fortgeführt werden.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen.
Die Künstlerin wird in der Nacht sämtliche Zettel in der Kammer lesen und auf Band sprechen.
Hocker, Schemel, Kerze, Hammer, Nägel und Zettel/Bleistift werden entfernt.

Phase 2:

Am Morgen werden die beiden Türen der DR-BB ganztägig geöffnet. Diese wird mit einer Glühbirne diffus beleuchtet.
Die aufgenommenen Texte werden über ein Abspielgerät, das auf dem Tisch steht, im Endlosmodus abgespielt.
Die aufgeschriebenen Gefühle sind nun visualisiert und hörbar gemacht.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen und das Abspielgerät abgestellt.

Phase 3:

Es beginnt die Transformationsphase.
Die Künstlerin betritt am Morgen die DR-BB. Die Eingangstür bleibt geöffnet.
Sie räumt die Kammer.
Auf den Tisch wird das Holzgefäß mit den Zetteln gestellt.
Die Türen werden geschlossen.
Um 17.30 Uhr trägt die Künstlerin durch die Ausgangstür das Gefäß mit den Zetteln aus der DR-BB zu einem öffentlichen Ort, an dem nun die Zettel verbrannt werden und die Asche in die Luft gestreut (in die Freiheit entlassen) wird.

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In der Blackbox: Barbara Müller

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12:30h Performance Extended relation Julie Jaffrennou

Performance von und mit Julie Jaffrennou (Konzept und Aktion) und Caroline Martin und Tjadke Biallowons.

Theater, Jackson Pollock Bar, Freiburg

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Diese Performance untersucht die Beziehung zwischen dem intimen Körper und dem gesellschaftlichem Körper; die Zusammenhänge zwischen Produktivität und Sterilität. Sie stellt die Frage nach dem Platz des Einzelnen im sozialen Organismus.

Julie Jaffrennou hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert; Performance bei Marina Abramovic, Film-Video bei Birgit Hein und Butoh bei Anzu Furukawa.
Die in Freiburg lebende Performerin hat zahlreiche Soloauftritte und Gemeinschaftsproduktionen gemacht. (Auswahl: "Suites" 2012 mit I. Bartdorff und T. Biallowons; "Give me a kiss, please" 2012, Solo-Performance; "Vanités", 2011, Performative Videoinstallation).


Tjadke Biallowons, Schauspielabsolventin des Max-Reinhardt-Seminars in Wien, war zunächst am Meininger Theater und am Theaterhaus Jena fest engagiert. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin, Sprecherin und singende Darstellerin. Ihre Arbeiten führten sie an DT in Berlin, Theater Basel, Theater Freiburg, Staatstheater Dresden u.a.. Derzeit ist sie in der 2. & 3. Staffel von „Knallerfrauen“ zu sehen und arbeitet als Sprecherin für arte, den SWR und die Schweizer Blindenbibliothek.
2012 performte sie erstmals mit J. Jaffrennou in „Suites“.

Caroline Martin
Schuhgröße : 39
Augenfarbe : Braun
Lieblingsfilme : The pianist, Into the Wild, By By Blondie

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Extended Relations: Tjadke Biallowond, Julie Jaffrennou & Caroine Martin. © M. Korbel 2014

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14:00h Interactive Event Bossing Images. Bonding Toxins Workshop & Salon

Kuratiert von Antke Engel (Berlin) und Jess Dorrance (Montreal). Mit Mel Y. Chen (Berkeley), Bernadett Settele (Zürich) und dem Kurzfilm "Toxic" von Pauline Boudry und Renate Lorenz. Sowie Ann Cvetkovich als „Zaungast“.

Theater, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei - Anmeldung unbedingt erforderlich wegen großer Nachfrage!

Bonding Toxins

What does it mean to become toxic? To be marked as a toxin?
How does one live as intoxicated?

As theorist Mel Y. Chen argues, toxicity threatens, but it also beckons. It inspires animacies as well as “queer-inanimate socialities.” Toxins are markings and substances that travel, producing unpredictable bonds along their way. How do we touch, ingest, project, and produce the toxic? In how far is toxicity a shared condition that is nevertheless unequally distributed? If you live in an intoxicating environment or social order, would it be promising to become a toxin?

Bossing Images: Bonding Toxins stages an experimental meeting between an audience, Mel Y. Chen, art educator and theorist Bernadett Settele, and Renate Lorenz and Pauline Boudry’s film Toxic (2012). Inspired by the film’s list of toxins, which range from heroin, androgel, and hydrolic fracking to the filmic apparatus itself, we want to ask how toxins bond and are bonded. What do the film’s provocative figures in masks and drag tell us about toxic power relations and the socialities that live within them? What kinds of queer bonds are produced within Chen’s slightly different catalogue: lead paint on children’s toys, immigrant workers and factory workers in the global south, and racialized, queered, and disabled subjectivities? Does Settele’s collective practice of hedonistic “luxory reading” offer strategies to create in/animate, toxic alliances?

The event will take place in English, however participation is welcome in all languages. When needed, we will try to translate contributions communally.

Bossing Images: Bonding Toxins is the sixth event in the ongoing series Bossing Images: The Power of Images, Queer Art, and Politics, curated by Jess Dorrance and Antke Engel. Begun at the NGBK Berlin in 2012, the series most recently traveled to Iaspis Stockholm with guests Wu Tsang, Andrea Thal, and Tejal Shah’s Between the Waves (2012). Bossing Images proposes “bossiness” as a framework through which to foreground the power relations that shape the production, reception, and circulation of art. These power relations are hierarchical, though never fully stabilized, and are at times saturated with desire. Focusing on images that engage with ambiguous genders, queer desires, freaky bodies, and the puncturing of other intersecting normative imaginaries, Bossing Images creates experimental scenarios through which to examine the social field of images, artists, audiences, critics, and curators, as well as questions of queer politics.


Bios:

Mel Y. Chen (Berkeley, California) is Associate Professor of Gender & Women's Studies at U.C. Berkeley and an affiliate of the Center for Race and Gender, the Science and Technology Studies Center, and the Institute for Cognitive and Behavioral Sciences.
Mel's research and teaching interests include queer and gender theory, animal studies, critical race theory, disability studies, and critical linguistics. In the Fall of 2009, Mel convened "Species Spectacles," a U.C. Humanities Research Institute Residential Research Group focused on animality, sexuality, and race. Mel's short film, Local Grown Corn (2007), explores interweavings of immigration, childhood, illness and friendship; it has played in both asian and queer film festivals. Selected publications include Animacies: Biopolitics, Racial Mattering, and Queer Affect (Duke UP, 2012) and “Toxic Animacies, Inanimate Affections” (GLQ, 2011).

Bernadett Settele (Zürich) arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst, Pädagogik und dem Politischen. Sie lehrt, forscht zu und schreibt über Kunsttheorie und Aspekte der Kunstvermittlung, über zeitgenössische und Performance Kunst. Zahlreiche Kooperationen und Projekte mit queer-feministischem und emanzipatorischem Hintergrund. Sie gründete Luxuslesen im Les Complices*, Zurich mit. Bis 2006 war sie Mitherausgeberin des poststrukturalistischen und queerfeministischen Zeitschrift diskus. Artikel: Common Subjects. ‚Schöner Lesen’ als Luxus der Kunstvermittlung (München, 2013); Dorothea Rust: Affektive Politiken von Performance-Kunst zwischen Erinnerung und Ereignis (FKW Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur, Nr. 55, im Erscheinen).

Jess Dorrance (Montreal) is a writer, curator, and activist. She is interested in the intersections between visual culture and feminist, anti-racist, and queer politics. She organizes, with Dr. Antke Engel and the Institute for Queer Theory Berlin, an ongoing series of events on the power of images, queer art, and politics called Bossing Images, and co-edited the book Bossing Images (NGBK, 2012). Jess curates short film programs for activist and academic events, including “Oh Economy, Up Yours!” (Berlin, 2010) and “Time-Queering Against the Grain: Utopic Visions That Can’t Be Stopped” (Berlin, 2009), and is a member of Montreal’s queer zine collective. She is currently working on her Master’s project on queer visibility, representation, and trauma at McGill University, Montreal.

Antke Engel (Berlin) is director of the Institute for Queer Theory in Berlin, a site where academic debate meets up with political activism and artistic/cultural practices (www.queer-institut.de). She received her Ph.D. in Philosophy at Potsdam University and works as independent scholar in the fields of queer, feminist, and poststructuralist theory, political philosophy, and visual cultural studies. She held visiting professorships at Hamburg University (2003/2005) and at Vienna University (2011), and a research fellowship at the Institute for Cultural Inquiry (ICI-Berlin, 2007-2009). She has published numerous essays and the two monographs: Wider die Eindeutigkeit (2002) and Bilder von Sexualität und Ökonomie (2009).

Toxic (Berlin 2012, Super 16mm film /HD,
13 min) by Pauline Boudry and Renate Lorenz.

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Toxic (Pauline Boudry / Renate Lorenz, 2012, Super 16mm / HD, 13 min), Filmstill, courtesy of the artists

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14:00h Workshop 1 Kreatives Schreiben mit Annette Pehnt Briefe an die Angst

Anschreiben an und gegen die Angst. Publikum kann sich selbst probieren an der Tranformation von Gefühl in Wort

Theater, Sitzungszimmer 3. OG, Theatergebäude, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei. Anmeldung am Infotisch in der Jackson Pollock Bar

Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Dozentin Annette Pehnt wird den Workshop zum Thema Angst leiten.
Zu ihren letzten Texten gehören "Mobbing" (2008), "Hier kommt Michelle" (2011) und "Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern" (2011), "Chronik der Nähe" (2012) sowie "Lexikon der Angst" (2013).
Anmeldungen bitte am Informationstisch in der Jackson Pollock Bar im Theater Freiburg.
Begrenzte Teilnehmer_innenzahl.

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© M. Korbel

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14:00h Workshop 2 Tanzen mit Graham Smith ANGST(VER)TREIBER.

Tanzen von der Angst zur Verwunderung. Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Theater, Kleines Haus , Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei. Anmeldung am Infotisch in der Jackson Pollock Bar

Ich tanze also fühle ich.
Ich fühle also tanze ich.

Publikum kann sich selbst probieren an der Transformation von Gefühl in Tanz.

Graham Smith ist geboren in Cleveland/Ohio – Studium an der Idyllwild Arts Academy in Kalifornien und State University of New York – R U G bei Merce Cunningham und Kevin Wynn – seit 1994 enge Zusammenarbeit mit Joachim Schloemer – Engagements u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, Theater Basel, Luzerner Theater, Theater am Neumarkt, Zürich, bei den Salzburger Festspielen – Choreographien für die Companhia de Dança Contemporânea Portugal, das Gorki Theater Berlin, die Zürcher Festspiele und das Luzerner Theater – 2006 bis 2011 in der künstlerischen Leitung des Physical Virus Collective (pvc) Tanz Freiburg Heidelberg. Seit 2011 in der künstlerischen Leitung von pvc Tanz am Theater Freiburg. Arbeiten als Choreograph in der Spielzeit 2010/11: »Haslach, deine Heimat«, »Piraten« und »Tristan und Isolde« – seit 2012/13 Künstlerische Leitung Junges Theater im Bereich Tanz.

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Graham Smith © Vijay Salgado

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14:15h Workshop 3 Feministischer Stadtrundgang von Birgit Heidtke Die Gefühle zur Geschichte

Ein feministischer Stadtspaziergang, auf den Spuren überlieferter Gefühle von Freiburger Frauen und Männern. Wir erzählen von verbotener Liebe (1547 und 1941) und Empörung (1920 und 1944), vom Elend (1862 und 1928), von erloschenen Gefühlen (1318 und 1991) und schließlich wird das Private politisch (1975 und 1978).

Treffpunkt: Jackson Pollock Bar, Informationstisch, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei

Birgit Heidtke, freie Historikerin, forschte u.a. zur Frauengeschichte in Freiburg, zur Geschichte der politischen Bewegungen nach '68, zu Gender und Informationstechnologien. Sie arbeitete u.a. bei Radio Dreyeckland, im Rasthaus Freiburg, der Anlaufstelle für MigrantInnen im unsicheren Status und gründete mit Kolleginnen die Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V. Aktuell arbeitet sie mit den PROTAGONISTAS, in einem multimedialen Oral History Projekt politisch aktiver Migrantinnen in der Region. Feministische Stadtrundgänge macht sie seit gut 20 Jahren.
In der kommenden Woche organisiert Birgit Heidtke ein Erzählcafé, anbei der link:

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Birgit Heidtke erzählt Frauengeschichte in Freiburg © Thomas Kunz

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15:00h Vortrag Veränderbare Gefühle? Angst vor Identitätsverlust? Über den Philosophen Édouard Glissant

Édouard Glissant, der große Denker über die Beziehungen zwischen den Kulturen und über die Globalisierung. Sein Denken und sein Begriff des Imaginären könnten ein wichtiger Impuls in der Geschlechterdebatte sein. Vortrag mit Auszügen aus Radioaufnahmen von Glissant. In Straßburg findet der Vortrag in französischer Sprache statt. Mit: Beate Thill, literarische Übersetzerin Glissants

Médiathéque André Malraux, salle de conférence (RDC), 1 Presqu’île André Malraux, 67076 Strasbourg Cedex, Straßburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: entrée libre

„Ich kann mich im Austausch mit dem Anderen verändern, ohne mich zu verlieren oder zu verfälschen“ (Édouard Glissant). Um die Vorstellungswelten der Einzelnen und die Kulturen der Welt geht es der Freiburger Übersetzerin Beate Thill: Sie stellt den postkolonialen Autor Édouard Glissant und seinen Begriff des Imaginären vor.

Eingespielt wird die Stimme des 2011 verstorbenen Autors aus Radioaufnahmen.

Beate Thill lebt als Übersetzerin in Freiburg i.Br. Sie hat u.a. Assja Djebar, Abdelwahab Meddeb und Édouard Glissant ins Deutsche übersetzt.

Édouard Glissant (* 21. September 1928 in Bezaudin, Martinique; † 3. Februar 2011 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Philosoph. Er gilt als bedeutender Autor der französischsprachigen Karibik und als einer der intellektuellen Vordenker zu Fragen postkolonialer Identität und Kulturtheorie.

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Die literarische Übersetzerin Beate Thill mit Édouard Glissant im Jahr 2010.

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Dauerveranstaltung Kurzfilm PornoBricolage and Haptic Desires Soaking Doris Allhutter

Doris Allhutter (Wien) (2012/13, 12:49 min.) In 2012, the film (first cut) has been presented at - the Gender, Bodies and Technology Conference in Roanoke, Virginia, USA in April 2012 - the Open Source Gallery, Brooklyn/New York, USA in May 2012

Theater, Jackson Pollock Bar, Freiburg

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Synopsis:
PornoBricolage shows how computer-generated (cg) pornography is made. Cg-porn consists of a variety of static and animated 3D models. To create a short video designers create human-like figures, body parts, body(part) movements and scenarios and assemble these modules in a complex computing process. In an animated sequence, the film demonstrates how the genre of porn-animations relies on gender stereotypes and conservative imaginaries of sexual bodies and sex acts.
In its second and more experimental part ‘Haptic Desires Soaking’, the film suggests imagining how affect and desire are potential and emergent (rather than imprinted and static) as well as enmeshed in materiality: a giant urethral sponge and clit melt and change shape and tangled beings merge to be multiple genders in motion.

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Filmstill: PornoBricolage and Haptic Desires Soaking by Doris Allhutter (Wien)

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17:00h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Médiathèque André Malraux, salle de conférence (RDC), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

Beschreibung >>

„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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19:00h Theaterstück Georgia von Nino Haratischwili & Angst und Abscheu in der BRD von Dirk Laucke

Szenische Collagen-Lesung mit Schauspieler_innen des Freiburger Ensembles mit anschließender Podiumsdiskussion mit Darja Stocker und weiteren Mitwirkenden.

Theater, Kleines Haus, im Block mit Triptychon der Verwund(er)barkeit, 19-21h, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 12€ / 8€ an der Theaterkasse, Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

Take care, comrade. Triptychon der Verwund(er)barkeit. Berlin | Palermo | Kairo und Umgebung (UA) - Szenische Performance von Darja Stocker mit Recherchematerial vor Ort.
Die Autorin Darja Stocker hat zuletzt sechs Monate in Kairo verbracht, um die Umstände und Konsequenzen der arabischen Revolution zu untersuchen. Ihre Eindrücke verarbeitet sie in diesem Text in einer Performance mit den zwei Schauspieler_innen: Charlotte Müller und Hendrik Heutmann.

„Georgia“ von Nino Haratischwili
"Georgia" ist wie ein Kriminalroman angelegt und handelt von Empathie, Liebesmöglichkeit, Vertrauen und Identität. Der Handlungs-Bogen der Protagonistin Nelly spannt sich von Deutschland über Russland nach Georgien.
Nino Haratischwili kommt aus Georgien und ist eine vielfach mit Preisen ausgezeichnete Romanautorin, u.a. "Mein sanfter Zwilling" (2011), Theaterregisseurin und Dramatikerin und lebt seit 2004 in Hamburg.
Regie: Robert Teufel

"Angst und Abscheu in der BRD" von Dirk Laucke (u.a.)

Der Autor Dirk Laucke, einer der avanciertesten Theaterautoren der zeitgenössischen Dramatik, hat für diesen Text, der auch als Hörspielfassung im Deutschlandfunk gesendet wurde, diverse Interviews geführt. „Angst und Abscheu in der BRD “ ist das Logbuch einer Reise ins gesamtdeutsche Herz: Zwei Gonzo-Journalisten, Verfechter subjektiver Recherchen, reisen durch die Republik und lassen ihre Landsleute ins Mikro sprechen. Sie hören totalitäre Einstellungen im Namen des Friedens oder des Hasses und revisionistische Sichtweisen der deutschen Vergangenheit. Ihre Originaltöne ergeben ein Kriegstagebuch mit illustren Gästen: Sie treffen die Witwe von Jean Baudrillard, den Ur-Ur-Ur-Enkel Otto von Bismarcks und Mandy Butler, die Schwester von Judith Butler, der Queer-Theoretikerin.
Regie: Robert Teufel
Schauspieler_innen: Charlotte Müller, Nicole Reitzenstein, Victor Calero, Roger Bonjour

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Nino Haratischwili

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19:00h Performative Lesung Take care, comrade Triptychon der Verwund(er)barkeit. Berlin | Palermo | Kairo und Umgebung (verfasst für Art Affects)

Performative Lesung von Darja Stocker. Angefragter Textnucleus mit Recherchematerial vor Ort.

Theater, Kleines Haus im Block mit "Georgia" & "Angst und Abscheu in der BRD", Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 12€/8€ an der Theaterkasse, Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

Darja Stocker hat die letzten drei Jahre auf längeren Recherchereisen in Deutschland, Ägypten und Tunesien (und auf den Wegen dahin) verbracht. Die Szenen aus „Take care comrade“ sind eine erster Versuch, Begegnungen an unterschiedlichen Orten des Widerstands miteinander zu verknüpfen. Es sind intuitiv ausgewählte Situationen, die irrierend in Erinnerung geblieben sind und eine nicht endende Fragenkette aufgeworfen haben: Mit wem kann man sich verbünden, mit welchen Konsequenzen für mich und für den oder die anderen, was steht für jeden und jede auf dem Spiel, ist es nur eine Erfahrung oder kommt es dazu, gemeinsam etwas zu bewegen und was bleibt eigentlich, wenn nichts mehr möglich scheint? Es geht um Begegnungen, bei denen die Dynamik der Gefühle sich verselbständigt, die Figuren aus der Rolle geraten und verwundert verwundbar werden.

Dieser Text wird für Art Affect geschrieben. Die Autorin Darja Stocker nimmt das zum Anlass die ersten Verdichtungen aus ihrer langen Recherche auf der Bühne auszuprobieren.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politisch aktive Menschen.

Regie: Darja Stocker
SchauspielerInnen: Charlotte Müller und Hendrik Heutmann

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Autorin Darja Stocker auf Recherche für ihren Textnucleus: Triptychon der Verwund(er)barkeit

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21:00h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Theater, Kammerbühne, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Theaterkasse 12€ /8 €, Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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22:30h Konzert Grundeinkommen Liebe Bernadette La Hengst

Bernadette La Hengst singt ihre politischen Verquickungen von Gefühlen und Gesellschaft und der Lust auf Lebenslust und auf den Aufstand. Wanja Saatkamp spielt dazu Schlagzeug.

Theater, Jackson Pollock Bar, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt 12 € / 8 € Theaterkasse Freiburg Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

Bernadette La Hengst sagt: Krisen sind immer dazu da, etwas Neues entstehen zu lassen und die Welt braucht immer Liebe, um der Vergänglichkeit etwas entgegen zu setzen. Für mich ist eine neue Liebe immer wie ein Wunder. Ich kann mich selbst noch mal neu erfinden, dadurch werde ich zumindest für eine Zeit lang zu einem besseren Menschen. Ach, das klingt ja schlimm, aber ich lasse es mal so stehen. Meine utopische Idee von Liebe ist ja, dass man dadurch die Welt verändern kann. Aber ich benutze die Liebe in meinen Texten mehr als Bild, um ein gesellschaftliches Phänomen zu beschreiben, z. B. vergleiche ich die Bedingungslosigkeit der Liebe mit der eines Grundeinkommens. Das ist das, was sich eigentlich jeder wünscht, und wenn ich diese politische Forderung in ein Liebeslied übertrage, wird es vielleicht besser verstanden. Auch bei dem Titelsong „Integrier mich, Baby“ funktioniert dieser Trick sehr gut. Die Integrationsdebatte, die hierarchische Frage danach, wer hier eigentlich wen integriert, hab ich einfach in die Liebesbeziehung übertragen. Und zusammen mit tanzbarem Discosoul ergibt das dann meine Version von „Subversion durch Schönheit“.


Bernadette La Hengst ist sowohl in der Musik (Mitgründerin der Band: „Die Braut haut ins Auge“), als auch auf der Theaterbühne (Planet der Frauen 2011/2012 Theater Freiburg) zu Hause, eine Performerin die Menschen auf allen Kunstfronten mit dem politischem Anliegen bewegt und in Tanzbewegung versetzt. Für Art Affects bringt sie ihr Programm: Grundeinkommen Liebe mit. Es geht um politische Verquickungen von Gefühlen und Gesellschaft, von der Lust auf Lebenslust und auf den Aufstand.

Wanja Saatkamp
Theater, Film und Musik

2007 gründete sie u.a. zusammen mit der Regisseurin Tanja Krone das Band-Performance-Kollektiv MAIDEN MONSTERS, das im Rahmen von Theaterfestivals und verschiedenen Staats- und Stadttheatern interdisziplinäre Projekte im öffentlichen Raum realisiert. Desweiteren arbeitet sie regelmäßig als Produktionsleitung für Sarah Wiener’s Serien auf Arte, entwickelt zusammen mit Bernadette La Hengst Theaterinszenierungen (Beats auf Bewährung (2010, Thalia Theater Hamburg); Girls Planet (2010, Grillo Theater Essen); Integrier mich, Baby (2011, Thalia); Bedingungsloses Grundeinsingen (2013, Sophiensaele Berlin) und spielt Schlagzeug (Maiden Monsters, Bernadette La Hengst).

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© Bernadette La Hengst

So., 16. Februar 2014

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10:00h Wissenschaftliche Vorträge Affektive Gouvernementalität. Eine geschlechterkritische Perspektive Vortrag von Prof. Birgit Sauer Geschlechterpolitiken der Gefühle Vortrag von Prof. Andrea Maihofer

Symposiumsabschluss Prof. Dr. Andrea Maihofer (Zentrum Gender Studies Universität Basel) Prof. Dr. Birgit Sauer (Universität Wien) Moderation: Wibke Backhaus

Theater, Kleines Haus, Freiburg

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Vorverkauf: Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten unter zag@mail.uni-freiburg.de

Affektive Gouvernementalität. Eine geschlechterkritische Perspektive
Vortrag von Birgit Sauer

Die derzeitige mediale, politische und wissenschaftliche Aufmerksamkeit für Emotionen ist Symptom und zugleich Motor aktueller Transformationen von Gesellschaft, Staat und Demokratie in westlich-kapitalistischen Gesellschaften – Transformationen, in denen Affekte im Leben und Arbeiten von Menschen wie auch in ihrem politischen Handeln neu formatiert werden bzw. neue Bedeutung erhalten. Der neue Gefühlsdiskurs – verstanden im Foucault’schen Sinne als Rede über Gefühle, als Praxis von Affiziertsein sowie als institutionelle Gefühlsarrangements, nicht zuletzt auch in der Arbeitswelt – trägt dazu bei, dass staatsbürgerliche Rechte neu begründet und mithin Bürger_innen in der Demokratie neu situiert werden. Im Rahmen neoliberaler Subjektivierung sind Affekte neue Techniken der „Führung“ bzw. der „Regierung“ von Menschen (Foucault 2000), einer „affektiven Gouvernementalität“. Affekte institutionalisieren auf der einen Seite neue Machttechniken in den Menschen, nämlich die Unterwerfung unter neue Formen und Erfordernisse der Organisation des Lebens, des Zusammenlebens und Arbeitens unter neoliberalen Bedingungen. Auf der anderen Seite bilden Affekte als Regierungstechnik und als Modus der (politischen) Subjektbildung auch den Ausgangspunkt möglicher Widerstandsformen des „Nicht-so-Regiert-Werden-Wollens“ (Foucault 1990) und neuer Formen von Solidarität. Affekte sind, so verstanden, ein notwendiges Element des Politischen im Sinne Hannah Arendts (1993) – nämlich gemeinsam etwas zu beginnen. Dieses Gemeinsame beruht auf Affizierung, auf Betroffensein, auf Beziehung und Relation, auf Zugewandtheit und Empathie – freilich in einem stets antagonistischen gesellschaftlichen und politischen Raum.

Birgit Sauer ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.


Geschlechterpolitiken der Gefühle
Vortrag von Andrea Maihofer

Warum sind Affekte und Gefühle derzeit ein so bedeutsames Thema? Auf diese momentan recht häufig gestellte Frage möchte ich in meinem Beitrag eine Antwort versuchen. Wenn die Bedeutsamkeit nicht schlicht in einem Bedürfnis oder Zwang nach Distinktion und Profilierung gründet, was sicherlich auch der Fall ist, was ist es dann? Zweifellos handelt es sich nicht einfach um eine neue Sichtweise auf die Dinge. Es gibt eine sehr lange und vielfältige Tradition, sich mit Affekten und Gefühlen zu beschäftigen. Was also könnte ein Spezifikum an den aktuellen Herangehensweisen sein? Für mich ist es zum einen der dekonstruktivistische und zugleich materialistische Zugang und die damit verbundene Einsicht in die grundlegende Historizität und Gesellschaftlichkeit von Affekten und Gefühlen. Zum anderen sind es gesellschaftstheoretisch zeitdiagnostische Analysen, in denen der Frage nachgegangen wird, ob und in welcher Weise sich gegenwärtig Gefühlsweisen und -praxen verändern und welche neue gesellschaftliche Bedeutung und Funktion sie erhalten. Dabei erscheint es mir wichtig, dies nicht nur als Formen neuer Herrschafts- und Regierungstechniken oder vor allem in der Dialektik von Herrschafts- und Selbsttechnologien zu verstehen. Das auch. Vielmehr gilt es, sie auch in ihrer möglichen ‚alltagsweltlichen‘ Eigenlogik zu erfassen. Ich werde das an zwei Beispielen erläutern: erstens an Sara Ahmeds Verständnis von kollektiven Gefühlen, insbesondere an ihrer Fassung der Prozesse der Selbstaffirmierung und Veränderung; und zweitens am Verhältnis von Männlichkeit und Schmerz.

Andrea Maihofer ist Professorin für Geschlechterforschung und Leiterin des Zentrums Gender Studies an der Universität Basel.


Andrea Zimmermann
ist Assistentin und Dozentin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel. Sie studierte Katholische Theologie und Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Freiburg und Edinburgh, war 2005-08 Mitglied des Basler Graduiertenkollegs Gender in Motion und schloss 2013 ihre Dissertation ab zu poetologischer Kritik der hegemonialen Geschlechterordnung in zeitgenössischen Theatertexten. Seit 2004 arbeitete sie außerdem als Dramaturgin u.a. am Theater Freiburg und am Düsseldorfer Schauspielhaus.

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Prof. Andrea Maihofer | Zentrum Gender Studies Universität Basel

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11:00h Stimmparcours ENTRE VOIX ENTRE VUES Premiere im Rahmen von Art Affects Isabelle Marx

mit Isabelle Marx (Stimme) & Danielle Bertotto (Video)

Theater, Probebühne eins, Treffpunkt Bühneneingang, Bertoldstrasse. Weitere Termine 13h und 18h, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei (Pay after if you like)

Die Sängerin Isabelle Marx und die Videokünstlerin Danielle Bertotto konfrontieren ihr jeweiliges Ausdrucksmedium miteinander und erschaffen einen "Ort", einen "Moment" der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens. Der Parcours, durch den die Besucher geleitet werden, stellt die durch Klang, Stimme und Bilder ausgelösten Gefühle in den Mittelpunkt. Beim Umherwandern wird der Zuhörer eingeladen, verschiedene Emotionen zu durchlaufen, die durch unterschiedliche Hör- und Seh-Angebote evoziert werden. Es handelt sich nicht um Theater im klassischen Sinne, sondern es werden aus Aufführungen bekannte Prozesse genutzt, um "Ereignisse" zu schaffen, die die eigene innere Welt aufleben lassen. Die nicht sichtbare Präsenz der Darstellerin löst die Zuhörer aus der Position des betrachtenden Gegenübers und macht sie zu ihren eigenen Gefühls-Akteuren: das Eigentliche findet innen statt.

Mittels der zwei Sinne Hören und Sehen entsteht ein emotionales Territorium, daß durch Stimme (Voix) und Blick (Vue) stimuliert wird. In welchem Moment wird in uns ein Gefühl ausgelöst? Sind wir genügend in Verbindung mit diesen Empfindungen? In welchem Moment sind Hören, Sehen und die Stimme im Einklang oder Mißverhältnis? Wann beeinflußt die Wahrnehmung unsere Imagination und kreiert mentale Bilder als Gemeinplätze oder als besondere Bilder für jeden persönlich?

Eine Stimme ist nie neutral, denn sie verbindet uns direkt mit dem ersten Moment unseres Lebens. Sie ist eine ursprüngliche, unmittelbare und für den Verstand nicht kontrollierbare Empfindung. Man kann durch einen Gesang berührt werden ohne Worte zu verstehen. Die Wahlmöglichkeit den Blick auf etwas auszurichten, hebt das Vorangegangene hervor. Kann sie uns noch so tief berühren während über mehrere Monitore Bilder auf uns einströmen? Immer schneller und variationsreicher, ist das Bild zu einem Konsumobjekt geworden. Wenn es die Schönheit eines Gesanges stören kann, kann es ihn auch verfeinern und über sich hinausheben. Wie also begegnet man sich zwischen Stimme und Bild, zwischen Klang und Blick? Wie kann man mit derselben Differenziertheit und Sensibilität Visuelles entstehen lassen, mit welchem Blick sieht man den Gesang, wie visualisiert man die Erregung, wie läßt man Bilder sprechen?

Als Sängerin und Schauspielerin tritt Isabelle Marx (Strasbourg) sowohl in Konzerten als auch in Theateraufführungen und musikalischen Komödien auf, sie hat mehrere Musikformationen initiiert sowie Musiktheaterstücke inszeniert und gespielt. 2008 hat sie sechs Künstler aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen in einem Projekt zusammengebracht, die als Gruppe unter dem Namen TRUNK interdisziplinäre Improvisationen entwickelten.

Isabelle Marx realisiert experimentelles Arbeiten mit der Stimme und erforscht unterschiedliche Stimmtechniken in der Welt. Sie arbeitet mit Professoren, die verschiedene Methoden der Annäherung haben wie unter anderem das Theater Roy Hart, Feldenkrais, der Ethno-Musikologin Martina Catella in Paris. Sie ist bis heute die einzige zertifizierte Lehrerin des Stimmtrainings nach der Methode Estill in Frankreich.

Diese Produktion wurde erfolgreich über ein Crowdfunding finanziert.

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Danielle Bertotto

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17:00h Theaterstück Intensivtäter (UA) & Seattle (UA)

Szenische Skizzen nach den Uraufführungen der Theaterstücke von Paul Brodowsky & Dirk Laucke 2013 am Theater Freiburg.

Theater, Kammerbühne, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 12€ / 8€ an der Theaterkasse Freiburg Tel. 0761 201-2853, theaterkasse@theater.freiburg.de

INTENSIVTÄTER (UA) / von Paul Brodowsky
SEATTLE (UA) / von Dirk Laucke

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, populär geworden für ihren harten Umgang mit jugendlichen »Intensivtätern«, hat sich im Juni 2010 das Leben genommen. Paul Brodowsky nimmt ihr migrantisch geprägtes Arbeitsumfeld Neukölln zum Ausgangsterrain, um über den gesellschaftlichen Umgang mit jugendlichen Straftätern nachzudenken: eine überlastete Jugendrichterin, die den Bezug zur Realität verliert; ein Bezirksbürgermeister im Rechtsruck; eine Tänzerin, die sich notgedrungen auf künstlerische Integrationsprojekte spezialisiert; eine alleinstehende, überschuldete Mutter – sie alle werden zu den eigentlichen Intensivtätern und die Jugendlichen selbst zur oft zitierten Leerstelle: Es wir nicht mit ihnen, sondern über sie verhandelt.

Autor von Seattle: Dirk Laucke
Regie Seattle: Jan Gehler
Bühne: Elisabeth Vogetseder
Kostüme: Maren Geers
Dramaturgie: Viola Hasselberg
Schauspieler_innen: Stephanie Schönfeld, Nicole Reitzenstein, André Benndorff

Dirk Laucke ist 1982 in Schkeuditz (Sachsen) geboren und aufgewachsen in Halle an der Saale. Studium der Psychologie an der Universität Leipzig, Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Auf Einladung von Tankred Dorst: 2004 Lesung als Nachwuchsdramatiker bei den Salzburger Festspielen mit dem Stück "Symptom".

Stücke in Auswahl:
"Angst & Abscheu in der BRD - Sendezwang", Koproduktion zwischen dem Ringlokschuppen Mülheim und Theater Oberhausen, Preview: 15. Oktober 2010 in Mülheim, Premiere: 22. Oktober 2011 in Oberhausen
"Alles Opfer oder grenzenlose Heiterkeit" (UA: 10. Juni 2011, Ruhrfestspiele Recklinghausen/ in Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden, Premiere 17. September 2011). 2011 Verleihung des Georg-Kaiser-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt. "Einigkeit und..." - Ein Rechercheprojekt zu Sinti und Roma in Europa (UA: 16. Juni 2012, Theater Heidelberg) "Cargonauten" (UA: 28. September 2012, Stadttheater Bremerhaven) "Jimi Bowatski hat kein Schamgefühl" (UA: 03. Februar 2013, Schauspielhaus Bochum), "Samurai" (UA: 23. November 2013, Theater Heidelberg)
"Seattle" (UA: 01. Februar 2014, Theater Freiburg)

Hörspiel-Produktionen:
"alter ford escort dunkelblau", MDR 2008, als bestes regionales Hörspiel ausgezeichnet bei den Zonser Hörspieltagen Mai 2009
"Start- und Landebahn", MDR 2011
"Angst und Abscheu in der BRD - Sendezwang", eine Hörspielproduktion zusammen mit Matthias Platz und Thomas Mahmoud, WDR 2011

Paul Brodowsky studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und gründete dort mit Wibke Späth die Zeitschrift BELLA triste. Im Frühjahr 2006 wurde sein erstes Theaterstück „Stadt, Land, Fisch“ an den Münchener Kammerspielen in einer Werkstattinszenierung in der Regie von Laurent Chetouane gezeigt. Im März 2008 hatte sein zweites Stück "Dingos" am Münchner Volkstheater Premiere (Regie: Philipp Jescheck). Im Mai 2008 lief auf den Wiener Festwochen Brodowskys Bearbeitung von William Shakespeares "Troilus und Cressida", die anschließend in den Spielplan der Münchner Kammerspiele übernommen wurde. Regie führte hier Luk Perceval, in den Titelrollen spielten Julia Jentsch und Oliver Mallison. Brodowskys drittes Stück "Regen in Neukölln" wurde 2008 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und am Thalia Theater in Hamburg gezeigt. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist er Hausautor am Theater Freiburg. 2013 Umzug nach Berlin als Hochschullehrer an der Hochschule der Künste.

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Dirk Laucke © Karoline Bofinger

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17:30h Performative Installation Gefühle begehen in der Blackbox

Performance vom 14.-16.02.2014. Eine Drei-Phasen-Arbeit von und mit Barbara Müller. Die Darkroom-Blackbox ist eine grob gezimmerte, begehbare Holzkiste.

Theater, Passage zur Jackson Pollock Bar, Freiburg

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14.02.2014 Phase 1: Gefühle erspüren – wahrnehmen – sichtbar machen – verorten

15.02.2014 Phase 2: Gefühle aussprechen – hörbar machen

16.02.2014 Phase 3: Gefühle transformieren und sublimieren – Gefühle frei lassen


Konzept
Phase 1:

Die Darkroom-Blackbox wird am Morgen eröffnet.
Menschen werden eingeladen einzeln und nacheinander die Kammer durch die Eingangstür zu betreten.
In der DR-BB soll er/sie sich auf den Hocker setzen, innehalten und in sich spüren, nicht denken, nur versuchen zu fühlen.
Wenn ein konkretes Gefühl (Angst, Liebe, Vertrauen, Trauer...?) wahrnehmbar geworden ist, soll sich die Person an den kleinen Tisch setzen und das Gefühl mit dem Bleistift auf einen der Zettel schreiben.
Nun soll sie einen Platz irgendwo an der Wand aussuchen und mit Hammer und Nagel dort den Zettel befestigen.
Wichtig ist, dass die Person selbständig und selbstverantwortlich diese Handlungen begeht.
Sobald die Person den Raum durch den Ausgang verlassen hat, kann nach einer kurzen Pause die nächste Person die DR-BB betreten und das Ritual kann fortgeführt werden.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen.
Die Künstlerin wird in der Nacht sämtliche Zettel in der Kammer lesen und auf Band sprechen.
Hocker, Schemel, Kerze, Hammer, Nägel und Zettel/Bleistift werden entfernt.

Phase 2:

Am Morgen werden die beiden Türen der DR-BB ganztägig geöffnet. Diese wird mit einer Glühbirne diffus beleuchtet.
Die aufgenommenen Texte werden über ein Abspielgerät, das auf dem Tisch steht, im Endlosmodus abgespielt.
Die aufgeschriebenen Gefühle sind nun visualisiert und hörbar gemacht.
Am Abend wird die DR-BB geschlossen und das Abspielgerät abgestellt.

Phase 3:

Es beginnt die Transformationsphase.
Die Künstlerin betritt am Morgen die DR-BB. Die Eingangstür bleibt geöffnet.
Sie räumt die Kammer.
Auf den Tisch wird das Holzgefäß mit den Zetteln gestellt.
Die Türen werden geschlossen.
Um 17.30 Uhr trägt die Künstlerin durch die Ausgangstür das Gefäß mit den Zetteln aus der DR-BB zu einem öffentlichen Ort, an dem nun die Zettel verbrannt werden und die Asche in die Luft gestreut (in die Freiheit entlassen) wird.

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In der Blackbox: Barbara Müller

Mo., 17. Februar 2014

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10:00h Festival Basel Art Affects. Politiken der Gefühle Literaturhaus und Theater Basel

Theater - Performance - Literatur 17.-21. Februar 2014

Theater und Literaturhaus , Basel

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Vorverkauf: Tageskarte 20 CHF / 11 CHF

Das Theater Basel und das Literaturhaus Basel beherbergen den schweizerischen Teil des trinationalen Kulturkarrussells von "Art Affects. Politiken der Gefühle - Politique des emotions".
Verschiedene Veranstaltungsformate wie eine Winterschool, Szenische Lesungen, der Fortsetzungslesung "Chronik des Glücks", ein interaktiver Gefühlsparcours (UA) und ein performativer Spoken Word Abend (UA) sowie musikalische Performances werden das Publikum überraschen und zum Thema Gefühlpolitiken und Familienpolitiken befragen.

Wissenschaft:
Mel Y. Chen (Berkeley/USA)

Literatur:
Veränderbare Gefühle? mit Beate Thill
"Chronik der Scham" im Literaturhaus mit Nino Haratischwili, Andrea Köhler, Moderation: Christa Binswanger
"gefühlsecht" im Literaturhaus mit Barbara Vinken, Thomas Meinecke, Moderation: Sonja Eismann

Performances & Konzerte:
Die Sexxonauten
Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 mit "Im Affekt gesprochen"
Bernadette LaHengst mit Wanja Saatkamp
"Vater_unser" Interaktion
Diana Wesser & Nora Mansmann mit "schlafende vögel" interaktive Präsentation von Arbeitsergebnissen


Szenische Lesungen mit Podien:
"schlafengehn" von Gerhild Steinbuch und "Das Schamhaar" von Wilfried Happel
"wir wütenden" von Nora Mansmann

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Ariane Andereggen: Freie Künstlerin und Schauspielerin am Theater Basel

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11:00h Workshop mit Prof. Mel Y. Chen aus Berkeley/US

Diskussion & Denklabor Critical race studies, Vergiftete Gefühle, Queer Affects, Verbindung von Wissenschaft und Kunst Workshop findet in englischer Sprache statt. Voranmeldung: andreamaria.zimmermann@unibas.ch

ZGS Universität Basel, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Eintritt frei - mit Voranmeldung: andreamaria.zimmermann@unibas.ch

Mel Y. Chen is Associate Professor of Gender & Women's Studies at U.C. Berkeley and an affiliate of the Center for Race and Gender, the Science and Technology Studies Center, and the Institute for Cognitive and Behavioral Sciences.
Mel's research and teaching interests include queer and gender theory, animal studies, critical race theory, disability studies, and critical linguistics. In the Fall of 2009, Mel convened "Species Spectacles", a U.C. Humanities Research Institute Residential Research Group focused on animality, sexuality and race. Mel's short film, Local Grown Corn (2007), explores interweavings of immigration, childhood, illness and friendship; it has played in both asian and queer film festivals.

Selected Publications
Animacies: Biopolitics, Racial Mattering, and Queer Affect (Duke University Press, Perverse Modernities series). 2012.
“Toxic Animacies, Inanimate Affections.” GLQ: A Journal of Lesbian and Gay Studies. 17:2-3, 265-286. 2011.
“Racialized Toxins and Sovereign Fantasies.” Discourse: Journal for Theoretical Studies in Media and Culture. 29:2, 367-383. 2007.
“Affect in Language Interpretation.” In Michael Achard and Suzanne Kemmer, eds. Language, Culture, and Mind. Stanford: CSLI Publications, 37-54. 2004.

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Filmstill: "Toxic" nach der These von Mel Y. Chen von Pauline Baudry & Renate Lorenz (2012 | 13 min)

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19:00h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Theater, Kleine Bühne, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Tageskarte 20 CHF / 11 CHF

„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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21:30h Konzert Grundeinkommen Liebe Bernadette La Hengst

Bernadette La Hengst singt ihre politischen Verquickungen von Gefühlen und Gesellschaft und der Lust auf Lebenslust und auf den Aufstand. Wanja Saatkamp spielt dazu Schlagzeug.

Theater, Kleine Bühne, Basel

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Vorverkauf: Tageskarte 20 CHF / 11 CHF

Bernadette La Hengst sagt: Krisen sind immer dazu da, etwas Neues entstehen zu lassen und die Welt braucht immer Liebe, um der Vergänglichkeit etwas entgegen zu setzen. Für mich ist eine neue Liebe immer wie ein Wunder. Ich kann mich selbst noch mal neu erfinden, dadurch werde ich zumindest für eine Zeit lang zu einem besseren Menschen. Ach, das klingt ja schlimm, aber ich lasse es mal so stehen. Meine utopische Idee von Liebe ist ja, dass man dadurch die Welt verändern kann. Aber ich benutze die Liebe in meinen Texten mehr als Bild, um ein gesellschaftliches Phänomen zu beschreiben, z. B. vergleiche ich die Bedingungslosigkeit der Liebe mit der eines Grundeinkommens. Das ist das, was sich eigentlich jeder wünscht, und wenn ich diese politische Forderung in ein Liebeslied übertrage, wird es vielleicht besser verstanden. Auch bei dem Titelsong „Integrier mich, Baby“ funktioniert dieser Trick sehr gut. Die Integrationsdebatte, die hierarchische Frage danach, wer hier eigentlich wen integriert, hab ich einfach in die Liebesbeziehung übertragen. Und zusammen mit tanzbarem Discosoul ergibt das dann meine Version von „Subversion durch Schönheit“.


Bernadette La Hengst ist sowohl in der Musik (Mitgründerin der Band: „Die Braut haut ins Auge“), als auch auf der Theaterbühne (Planet der Frauen 2011/2012 Theater Freiburg) zu Hause, eine Performerin die Menschen auf allen Kunstfronten mit dem politischem Anliegen bewegt und in Tanzbewegung versetzt. Für Art Affects bringt sie ihr Programm: Grundeinkommen Liebe mit. Es geht um politische Verquickungen von Gefühlen und Gesellschaft, von der Lust auf Lebenslust und auf den Aufstand.

Wanja Saatkamp
Theater, Film und Musik

2007 gründete sie u.a. zusammen mit der Regisseurin Tanja Krone das Band-Performance-Kollektiv MAIDEN MONSTERS, das im Rahmen von Theaterfestivals und verschiedenen Staats- und Stadttheatern interdisziplinäre Projekte im öffentlichen Raum realisiert. Desweiteren arbeitet sie regelmäßig als Produktionsleitung für Sarah Wiener’s Serien auf Arte, entwickelt zusammen mit Bernadette La Hengst Theaterinszenierungen (Beats auf Bewährung (2010, Thalia Theater Hamburg); Girls Planet (2010, Grillo Theater Essen); Integrier mich, Baby (2011, Thalia); Bedingungsloses Grundeinsingen (2013, Sophiensaele Berlin) und spielt Schlagzeug (Maiden Monsters, Bernadette La Hengst).

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© Bernadette La Hengst

Di., 18. Februar 2014

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19:00h Spoken Word-Performance Im Affekt gesprochen Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 neue Produktion für Art Affects

Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 liefern mit "Im Affekt gesprochen" eine tiefsinnige Live-Performance mit poetischen Bildern und rhythmischen Wortspieleskapaden.

Theater, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Tageskarte 20 CHF / 11 CHF, +41(61) 295 11 33 billettkasse@theater-basel.ch, Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00 - 13.00 Uhr, 15.30 - 18.45 Uhr Samstag 10.00 - 18.45 Uhr

Melinda Nadj Abonji (*1968 in der Vojvodina) ist
 Autorin, Textperformerin, Musikerin (Geige und Gesang). Studium der Germanistik und Geschichte in Zürich (Lic. Phil. I). Seit 1998 Zusammenarbeit mit dem Raplyriker und Beatboxer Jurczok 1001 (Textperformance, Musik, Theater). Seit 2006 Leiterin einer freien Schreibwerkstatt in Zürich. 2004 erschien ihr erster Roman „Im Schaufenster im Frühling“, für den sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Nach dem Roman „Tauben fliegen auf“ erhielt sie den schweizer und den deutschen Buchpreis.

Jurczok 1001 (*1974 in der Schweiz) ist Dichter, MC und Sänger. Gehört zu den Spoken Word-Pionieren der Schweiz. Lebt und arbeitet in Zürich. Tritt seit 1996 unter dem Namen Jurczok 1001 auf.
Seit 1998 Zusammenarbeit mit der Autorin und Musikerin Melinda Nadj Abonji (Textperformance, Musik, Theater) unter anderm: Volksbühne Berlin, Roter Salon; Theater Hebbel am Ufer, Berlin; Sophiensäle Berlin; Literaturfest Salzburg; Buchmesse Warschau, Kulturpalast.

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Melinda Nadj Abonji & Jurczok 1001 Foto: Peter Tillessen

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19:30h Szenische Lesungen schlafengehn von Gerhild Steinbuch und Das Schamhaar von Wilfried Happel

Szenische Lesungen und Podium "Gefühlt: Familie"

Kleine Bühne, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Tageskarte: 20 CHF / 11 CHF, +41(61) 295 11 33 billettkasse@theater-basel.ch, Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00 - 13.00 Uhr, 15.30 - 18.45 Uhr Samstag 10.00 - 18.45 Uhr

"schlafengehn" von Gerhild Steinbuch / Szenische Lesung von Marcus Rehberger.
Milan und der Junge Elm spielen glückliche Familie. Doch seit Nele vor dem Fenster
aufgetaucht ist, droht ihre Weltflucht zu zerbrechen.

"Das Schamhaar" von Wilfried Happel / Szenische Lesung von Rebekka David.
Aus einem geplanten harmonischen Muttertagsessen entwickelt sich eine bitterböse
Familiengroteske.

Anschliessend Podium mit Nina Wehner, Universität Basel. Moderation: Franziska Schutzbach, Universität Basel.

Wilfried Happel ist Theaterregisseur und schreibt Theaterstücke, Erzählungen, Hörspiele und Filmdrehbücher. Sein Theatertext "Stück mit zehn Titeln" wurde 2006 verlegt beim Verlag der Autoren. Er inszenierte in Köln als Gastspiel Artheater im Theater Der Keller "Schluss mit Schubert!!" in Berlin "Der Spaziergänger" nach Robert Walser am Theater am Ufer 2000. In regelmäßigen Abständen arbeitet Happel an der Würzburger Off-Theater-Bühne "Theater Ensemble". Er lebt in Berlin.

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Gerhild Steinbuch Foto: Tobias Bohm

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22:00h Vortrag Veränderbare Gefühle? Angst vor Identitätsverlust? Über den Philosophen Édouard Glissant

Édouard Glissant, der große Denker über die Beziehungen zwischen den Kulturen und über die Globalisierung. Sein Denken und sein Begriff des Imaginären könnten ein wichtiger Impuls in der Geschlechterdebatte sein. Vortrag mit Auszügen aus Radioaufnahmen von Glissant. In Straßburg findet der Vortrag in französischer Sprache statt. Mit: Beate Thill, literarische Übersetzerin Glissants

Theater, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Tageskarte 20 CHF / 11 CHF, +41(61) 295 11 33 billettkasse@theater-basel.ch. Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10.00 - 13.00 Uhr, 15.30 - 18.45 Uhr Samstag 10.00 - 18.45 Uhr

„Ich kann mich im Austausch mit dem Anderen verändern, ohne mich zu verlieren oder zu verfälschen“ (Édouard Glissant). Um die Vorstellungswelten der Einzelnen und die Kulturen der Welt geht es der Freiburger Übersetzerin Beate Thill: Sie stellt den postkolonialen Autor Édouard Glissant und seinen Begriff des Imaginären vor.

Eingespielt wird die Stimme des 2011 verstorbenen Autors aus Radioaufnahmen.

Beate Thill lebt als Übersetzerin in Freiburg i.Br. Sie hat u.a. Assja Djebar, Abdelwahab Meddeb und Édouard Glissant ins Deutsche übersetzt.

Édouard Glissant (* 21. September 1928 in Bezaudin, Martinique; † 3. Februar 2011 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Philosoph. Er gilt als bedeutender Autor der französischsprachigen Karibik und als einer der intellektuellen Vordenker zu Fragen postkolonialer Identität und Kulturtheorie.

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Die literarische Übersetzerin Beate Thill mit Édouard Glissant im Jahr 2010.

Mi., 19. Februar 2014

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11:00h Forschungswerkstatt Gefühlt: Affect Studies mit Studierenden der Universität Basel WIRD VERSCHOBEN

Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungen zum Thema "Art Affects. Politiken der Gefühle" aus dem Zentrum Gender Studies Basel. Besuch nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Theater, Kleine Bühne, Basel

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Vorverkauf: Mit Voranmeldung unter andreamaria.zimmermann@unibas.ch

Leitung: Andrea Zimmermann und Christa Binswanger

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Andrea Zimmermann vom Zentrum Gender Studies der Universität Basel

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19:30h Szenische Lesung wir wütenden von Nora Mansmann Interaktion Vater_unser

Szenische Lesungen und Podium "Gefühlt: Väter"

Kleine Bühne, Basel

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Vorverkauf: Tageskarte: 20 CHF / 11 CHF

"wir wütenden" von Nora Mansmannvon / Szenische Lesung von Rebekka David
Der Vater beginnt zu vergessen und baut sich aus den Erinnerungsfragmenten eine eigene Wirklichkeit – ohne Sohn. In Vaters Welt bleiben die Söhne Zuschauer.

Nora Mansmann (*1980) lebt in Berlin und arbeitet als Theaterregisseurin und -autorin. Neben dem Sprechtheater beschäftigt sie sich auch mit Musiktheater und Theater für junges Publikum und arbeitet in interdisziplinären und internationalen Kontexten (Auswahl): “arm sein”, Auftragsstück für das Theater Aachen, UA September 2014, Libretto für "supernova", Musiktheater-Parcours für junges Publikum, Szene Bunte Wähne-Festival, Waldviertel/Österreich 2013, Inszenierung “I hired a Contract Killer”, Theater Kiel 2012.

"Vater_unser" Interaktion von Miriam Schulte.
Eine rituelle Liebeserklärung an unsere Väter.
Anschließend Publikumsgespräch.
Was bedeutet Vater_sein außerhalb der normativen MutterVaterKind-Familie?

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Autorin und Regisseurin: Nora Mansmann

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20:00h Vortrag Veränderbare Gefühle? Angst vor Identitätsverlust? Über den Philosophen Édouard Glissant

Édouard Glissant, der große Denker über die Beziehungen zwischen den Kulturen und über die Globalisierung. Sein Denken und sein Begriff des Imaginären könnten ein wichtiger Impuls in der Geschlechterdebatte sein. Vortrag mit Auszügen aus Radioaufnahmen von Glissant. In Straßburg findet der Vortrag in französischer Sprache statt. Mit: Beate Thill, literarische Übersetzerin Glissants

Literaturbüro, Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

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Vorverkauf: 8 € / 6 € Literaturbüro: 0761 / 28 99 89

„Ich kann mich im Austausch mit dem Anderen verändern, ohne mich zu verlieren oder zu verfälschen“ (Édouard Glissant). Um die Vorstellungswelten der Einzelnen und die Kulturen der Welt geht es der Freiburger Übersetzerin Beate Thill: Sie stellt den postkolonialen Autor Édouard Glissant und seinen Begriff des Imaginären vor.

Eingespielt wird die Stimme des 2011 verstorbenen Autors aus Radioaufnahmen.

Beate Thill lebt als Übersetzerin in Freiburg i.Br. Sie hat u.a. Assja Djebar, Abdelwahab Meddeb und Édouard Glissant ins Deutsche übersetzt.

Édouard Glissant (* 21. September 1928 in Bezaudin, Martinique; † 3. Februar 2011 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Philosoph. Er gilt als bedeutender Autor der französischsprachigen Karibik und als einer der intellektuellen Vordenker zu Fragen postkolonialer Identität und Kulturtheorie.

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Die literarische Übersetzerin Beate Thill mit Édouard Glissant im Jahr 2010.

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20:00h Musikalische Performance Die Sexxonauten

Das heißt: Sprechgesang und Trompete mit radikal-poetischen Zwischentönen über die heteronormative Zementlandschaft.

RADIO DREYECKLAND 102.3 Mhz oder livestream www.rdl.de, Basel

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Vorverkauf: alle Radios einschalten

Nic Porn und Charlie Bee.

„Und mit Schwänzen und Mösen / Körpergrenzen auflösen.“ (Bernadette La Hengst 2012)
Wer will live dabei sein bei den Sexxonauten? Wer guckt mit durch das Schlüsselloch ins Schlafzimmer der Freiburger Nic Porn und Tante Charly?
Die heteronormative Geschlechterpraxis ist Zielscheibe dieser beiden delikaten Künstler_innen. Die hungrige Rampensau Nic Porn (Nicole Reitzenstein) von der echten Theater-Bühne mit Text und Gesang mit dem Musiker Charlie Bee (Burkhard Finckh), der nie ohne Trompete durch Straßen und Radiostationen flaniert, beide zusammen allzeit bereit, um in Wort und Ton über Fragen des Begehrens zu philosophieren. Schon mal was von "Hetera-Lesbe" gehört? Nein? Dann vielleicht von Sexsubjekten? Oder von analverkehrbegehrenden Frauenliebhabern? Wer will wen und was und warum und wie kann man eigentlich feststellen, mit wem man sich auf welche Weise vereinigen kann? Das Geben und Hingeben teilen. Gezuckert wird die Show der „Queer Generation“ mit glamourösen Versatzstücken aus nackten Körperteilen, klugen Klängen und schlichter Wolllust. Es geht ums Ganze, es geht tief, es berührt uns alle. Try and error, geh in die Welt und folge deinem Begehren.

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© Die Sexxonauten

Do., 20. Februar 2014

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18:30h Theaterstück Zornig geboren von Darja Stocker

Szenische Lesung mit Schauspieler_innen der jeweiligen Theater-Ensembles Freiburg, Basel und von Courant d'Art, Straßburg. Anschließend an die Premieren Podium mit Darja Stocker (Freiburg und Basel). Die französische Premiere findet am 15. Februar um 17 Uhr in der Mediathek André Malraux statt!

Médiathèque André Malraux, salle de conférence (RDC), 1 Presqu’île André Malraux, Straßburg

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„Zornig geboren“ behandelt parallel den persönlichen Zorn dreier Frauen quer durch die Zeit: Olympe de Gouge, die 1791 die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ proklamierte und auf der Guillotine hingerichtet wurde, eine Resistance-Kämpferin und eine junge Frau von heute, die sich im Dienst der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und im Angesicht des Unrechts der Ausbeutung der illegalen Einwanderer aus Nordafrika als Arbeitskraft verzweifelt.

Darja Stocker, geboren 1983, ist eine Zürcher Dramatikerin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie persönlicher Zorn einen politischen Ausdruck findet. Sie recherchiert für ihre Stücke in Flüchtlingswohnheimen („Zorn und Zärtlichkeit“) und interviewt 2013 sechs Monate lang in den Ländern des sogenannten „Arabischen Frühlings“ politische aktive Menschen.

Mit elf Jahren bereits schrieb sie an einem Roman. Seit 1998 entstehen Prosa- und Theatertexte. Ihr erstes Stück Koma wurde am Theater an der Sihl uraufgeführt, wo sie auch hospitierte. 2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker Interplay im ungarischen Pécs teil. 2003-04 arbeitet sie als Regieassistentin am Theater und nimmt am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel teil.
In der Schreibwerkstatt des Zürcher Theater an der Winkelwiese entstand 2003/04 Nachtblind (UA 2006). Für dieses Stück erhielt sie im Mai 2005 den ersten Preis des Heidelberger Stückemarktes und war Finalistin der 1. St. Galler Autorentage. Im April 2006 fand die deutsche Erstaufführung am schauspielhannover statt und weitere Inszenierungen folgten (u.a. Thalia Theater Hamburg). Das Stück wurde vom Schweizer Radio DRS 2006 als Hörspiel produziert und gesendet und ist seit 2006 als Hörbuch auf dem Markt.
Seit 2006 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. 2008 hatte ihr Stück "Zornig geboren" Premiere in der Regie von Armin Petras.
Gemeinsam mit Claudia Grehn produzierte sie 2011 in Weimar und Leipzig "Reicht es nicht zu sagen ich will leben", das Stück wurde 2012 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Regie in Freiburg: Hannah Krause
Schauspieler_innen: Lienhard, LaBaume, Weigel, Bonjour
Anschließend nach der Freiburger Premiere: Podium

Das Stück wurde von Charlotte Bomy mit dem Stipendium des Programms Theater-Transfer 2012 ins Französische übertragen und wird im Rahmen von Art Affects in Frankreich erstaufgeführt. Regie: Richard Doust



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Autorin Darja Stocker. Foto: privat

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19:00h Lesung und Gespräch Chronik der Scham Zur Literarisierung von Gefühlen / Volume 3 (F)

Literarisierung der Scham im Gender-Kontext. Nino Haratischwili liest aus ihrem Roman "Mein sanfter Zwilling". Anschließend Gespräch mit Andrea Köhler. Moderation: Christa Binswanger

Literaturhaus, Basel

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Vorverkauf: Literaturhaus Basel

Kaum ein Gefühl ist so machtvoll und so tabuisiert wie die Scham, und selten wurde so viel über den Verlust der Scham gesprochen wie in den letzten Jahren angesichts von Lohnexzessen, Reality Shows und neuen Medien. Während Andrea Köhler sich dem Phänomen kulturgeschichtlich und gesellschaftlich genähert hat, lässt die junge Autorin Nino Haratischwili das Thema in ihren viel beachteten Roman Mein sanfter Zwilling – Liebesgeschichte, Familiendrama und Kriegsepos –einfließen.

Die Autorin Nino Haratischwili erzählt in ihrem Roman "Mein sanfter Zwilling" von einer zerstörerischen Liebe, den Verheerungen der Kaukasus-Kriege und den unmöglichen Versuchen, sich zu versöhnen. Ein Familiendrama, eine Liebesgeschichte und ein Kriegsepos in einem.

Nino Haratischwili, ist bisher vor allem Theatergängern mit ihren Stücken bekannt und stand mit ihrem Romandebüt "Juja" auf der Longlist des Buchpreises.
Die 1983 in Tiflis, Georgien, geborene Autorin legt mit ihrem aktuellen Buch "Mein sanfter Zwilling" einen Roman vor, der mit fast schon klassischer Wucht daherkommt. Es liest sich zuweilen wie ein Krimi, dann wieder wie ein Familiendrama, später wie eine romantische Liebesgeschichte - und am Ende wie ein Kriegsepos.

Die letzten Seiten sind kaum zu ertragen, so dramatisch entwickeln sich die Ereignisse - so viel schmerzhafte Wendungen nimmt die Geschichte und so viel Schicksal wird entschieden.

(Deutschlandradio Kultur)

Nino Haratischwili (2011) "Mein sanfter Zwilling". Frankfurt: Frankfurter Verlagsanstalt.

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Nino Haratischwili © Yves Noir

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19:30h Filmvorführung DIFFICULT LOVE von Zanele Muholi & Peter Goldsmid

South Africa 2012 | Regie: Zanele Muholi & Peter Goldsmid | 48 Min. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Einführung Nina Ewers zum Rode, Freiburg

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Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Zanele Muholi, Peter Goldsmid, SA 2010; 48 Min., OV/e, HD Video, mit Zanele Muholi
Mit Difficult Love zeigt die visuelle Aktivistin Zanele Muholi einen intimen Einblick in ihre Arbeiten, und darüber hinaus in ihr Leben mit Freund_innen, Partner_innen, Angehörigen und Verbundenen - ein kollektives Werk im gemeinsamen Entstehen und Sichtbarmachen einer Geschichte südafrikanischer LGBTI-Aktivist_innen.
Die international mehr und mehr gefeierte Künstlerin schafft es in ihrem Film, grundlegende Fragen um eine politische Bewegung nicht hinter einer Fassade Kunst zu machen, verschwinden zu lassen. In den Interviews spiegeln sich ihre medialen Statements wieder und rücken, zusammen mit vielseitigen Begegnungen im Film, ausschnitthaft ins Zentrum, mit welcher politischen Lebenswelt sie und viele andere schwarze Lesben und Trans in Südafrika konfrontiert sind. Der Film ist ein persönliches Portrait, das wiederum die bekannten schwarz-weiss Portraits ihrer fortlaufenden Ausstellungsserie Faces and Phases aufgreift und in einen grösseren Kontext setzt. Er fragt und zeigt, was es heisst eine kollektive Lebenswelt sichtbar zu machen, die sich zwischen gewonnenen Freiheiten und dem bestehenden Kampf um Anerkennung und Überleben bewegt. Eine Ausstellung findet zeitgleich im neuen kino Basel statt.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten mit Einführungen zu einer der Aufführungen.

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Filmstill "Difficult Love" by Zanele Muholi & Peter Goldsmid

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21:00h Filmvorführung The Aggressives von Daniel Peddle

OmU| USA 2005 | Regie: Daniel Peddle | 75 Min. | OV/engl. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Basel

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Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Ein dokumentarischer Blick auf Frauen in einer New Yorker African-American Subkultur, die in ihrer Identifizierung als "Aggressives" die üblichen geschlechtlichen und sexuellen Kategorien in dreister Art und Weise umgestalten.

Filmmaker Daniel Peddle offers a look at a little-examined side of lesbian culture in this documentary. "Aggressives" is a name used by some for women who prefer relationships with women, but choose to emphasize the masculine side of their personalities -- often to the extent of living in male drag, and through dress and exercise emphasizing their resemblance to men while toning down their female side. In The Aggressives, Peddle introduces us to six women who feel most comfortable while they embrace their inner male, including Kisha, a messenger whose clients don't all realize she's a woman; Rjai, who is seen getting fitted for a new suit while enjoying a small degree of celebrity after appearing on The Ricki Lake Show; Tiffany, whose persona is that of a gay man and is in a relationship with a man who is undergoing gender reassignment treatments; Octavia, who after being sent to prison on drug charges finds herself forced to take on a new and more violent persona while behind bars; and Marquise, who undergoes a similar crisis when she joins the Army. The Aggressives was Daniel Peddle's first feature film. ~ Mark Deming, Rovi

Marquise Balenciaga, Kisha Batista, u.a.

“Aggressive is your strenght, your courage, your whole aura.” Kisha ist Latina, Briefbotin und beschreibt sich zu Beginn als “Femme-Aggressive”. Auf der Strasse wurde ihr Talent für die Modewelt entdeckt, in der sie auf ihre eigene Art, frei von aufgesetzten Kategorien bestehen will. Der Dokumentarfilm „The Agressives“ von Daniel Peddle, folgt einer halben Dekade der Entwicklung Kishas und fünf weiterer NewYorker Frauen einer African-American Subkultur, von denen jede ihre eigene Interpretation des Begriffs lebt.
Da ist die lesbische Octavia, deren Leben sich nach einem Gefängnisaufenthalt dramatisch verändert. Tiffany lehnt es ab, für lesbisch gehalten zu werden, solange sie straighten Sex mit „pre-op“ Transfrauen hat. Rjai ist der Star in der „Ball-Szene“. Dort messen sich nicht nur „Agressives“ in vorgegebenen Drag-Rollen und verschiedenen Kategorien. Flo sieht sich trotz ihrer asiatischen Wurzel als „Nigga“ und fühlt sich zu schwarzen Frauen hingezogen. Marquise lebt als Mann, identifiziert sich dabei als Frau, was sie nicht davon abhält in die amerikanische Armee einzutreten.
Die Dokumentation in Spielfilmlänge erlaubt einen nahen und persönlichen Blick in die Entwicklung starker Frauen, die sich den Raum nehmen ihre Identität selbst zu definieren und sich, trotz aller Widrigkeiten, wohl damit fühlen.

Die Reihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten.

Einführung Yv E. Nay am 21.2.2014.
Yv E. Nay forscht in seinem_ihren Promotionsprojekt zu Konstellationen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender mit Kindern in der Schweiz. Nay untersucht Narrative von Familie, Verwandtschaft, Elternschaft, Intimität in sog. ‚Regenbogenfamilien’. Das Forschungsprojekt ist durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einer Laufzeit von 2010-2013 finanziert. Nay war von 2009-2012 Kollegiat_in im Graudiertenkolleg „Repräsentation, Materialität und Geschlecht“ der Universität Basel. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Transgender Studies, insbesondere Transmännlichkeiten. Nay hat die Lizentiatsarbeit zu Selbstverhältnissen von Drag Kings und Transmännern verfasst.
Als Dozent_in an verschiedenen Universitäten und Hochschulen unterrichtet Nay Seminare und Vorlesungen zu Queer Theory, Sexualität, Transgeschlechtlichkeit und Qualitativen Forschungsmethodologien und –methoden.

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Filmstill: The Aggressives

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21:00h Interaktiver Walk schlafende vögel durch das nächtliche Basel

Präsentation des Konzepts Stadtspaziergang "schlafende vögel": Diana Wesser und Nora Mansmann. In diesem eigens für Basel entwickelten Stadtspaziergang wird die reale mit einer fiktiven Welt verstrickt. Das Publikum ist eingeladen, den Stadtraum und die in ihm verborgenen Emotionen auf ungewöhnliche Weise zu erkunden. Ein Theatererlebnis der besonderen Art, mit SchauspielerInnen des Theaters Basel. Residenz im Rahmen von Art Affects mit Abschlussgespräch.

Kleine Bühne, Theater, Basel

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Vorverkauf: Tageskarte: 20 CHF /11 CHF

Nora Mansmann und Diana Wesser arbeiten gemeinsam an einem Konzept für den inszenierten Parcours, der sich auf den Basler Stadtraum bezieht. Zuletzt: “Klimaparcours”, interdisziplinäres Theaterfestival Odyssee: Klima, Stadttheater Bremerhaven

Diana Wesser (*1970) lebt in Leipzig und arbeitet als bildende Künstlerin, Performerin und Regisseurin insbesondere im öffentlichen Raum. Ihr besonderes Interesse gilt dem „aktiven Zuschauer“, der durch seine Teilnahme zum Co-Autor des künsterlischen Prozesses wird und kollaborativen Arbeitsweisen (Auswahl): “Der bewegte Raum, eine performative Triologie”, Festival TanzLokal, Stuttgart 2013, “Can two streets merge into one”, performativer Spaziergang (mit Wu Meng), Chinatage Leipzig 2012, Intervals – Hörspielspaziergang (mit Helen Stratford und Camilla Graff Junior), Metropolis Biennale Kopenhagen 2011.

Nora Mansmann (*1980) lebt in Berlin und arbeitet als Theaterregisseurin und -autorin. Neben dem Sprechtheater beschäftigt sie sich auch mit Musiktheater und Theater für junges Publikum und arbeitet in interdisziplinären und internationalen Kontexten (Auswahl): “arm sein”, Auftragsstück für das Theater Aachen, UA September 2014, Libretto für "supernova", Musiktheater-Parcours für junges Publikum, Szene Bunte Wähne-Festival, Waldviertel/Österreich 2013, Inszenierung “I hired a Contract Killer”, Theater Kiel 2012.

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"träumender baselisk" auf dem nächtlichen Gefühlsspaziergang in Basel

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22:00h Event Bar aux fous mit Diana Wesser und Nora Mansmann Art Affects Artists in Residence

Chill inn in gemütlicher Atmosphäre

Theater, Kleine Bühne , Basel

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Vorverkauf: Eintritt frei!

Zwischen 22.00 und 01.00 Uhr präsentieren wir Ihnen jede Woche ein kurzes Unterhaltungsprogramm mit Texten, Pointen, Live-Musik, Überraschungsgästen und dem «Kampf & Strip der Woche».
Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Sie!

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Art Affects-Bar aux fous am Theater Basel

Fr., 21. Februar 2014

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19:00h Eine Diskussion über Mode & Geschlecht Gefühlsecht

Prof. Barbara Vinken ist Literaturwissenschaftlerin, Modetheoretikerin, Autorin von "Angezogen. Das Geheimnis der Mode" (2013) und Thomas Meinecke ist Schriftsteller, „Lookalikes“, „Tomboy“, Hg. von „Mode und Verzweiflung“ mit den Grundthemen: Identitiät - Authentizität - Mode. Moderation: Sonja Eismann (Missy Magazin)

Literaturhaus, Basel

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Vorverkauf: Literaturhaus Basel

Ob Coolness, Wut auf das System oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse: Mode ist Ausdruck eines Lebensgefühls und bedient die Zuordnung zu sozialen Rastern. Selbst „Weltschmerz & Verzweiflung“ (so der Titel von Meineckes Zeitschrift) finden ihren Ausdruck in der Mode. Wie eng Mode mit der historischen und gesellschaftlichen Konstruktion von Gefühlen und Gender verzahnt ist, zeigt Barbara Vinken in ihrer Kulturgeschichte der Mode, „Angezogen“.

Barbara Vinken (* 1960 in Hannover) ist seit 2004 Professorin für Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt erschien von ihr "Angezogen. Das Geheimnis der Mode" (2013).

Thomas Meinecke ist Autor, Musiker und DJ. Von 1978 bis 1986 war er Mitherausgeber der Avantgarde-Zeitschrift „Mode & Verzweiflung“. Er ist Mitbegründer der Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) und Radio-DJ in seiner Sendung „Zündfunk“ (BR 2).

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Prof. Barbara Vinken

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21:00h Filmvorführung The Aggressives von Daniel Peddle

OmU| USA 2005 | Regie: Daniel Peddle | 75 Min. | OV/engl. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Einführung von Yv E. Nay, Basel

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Ein dokumentarischer Blick auf Frauen in einer New Yorker African-American Subkultur, die in ihrer Identifizierung als "Aggressives" die üblichen geschlechtlichen und sexuellen Kategorien in dreister Art und Weise umgestalten.

Filmmaker Daniel Peddle offers a look at a little-examined side of lesbian culture in this documentary. "Aggressives" is a name used by some for women who prefer relationships with women, but choose to emphasize the masculine side of their personalities -- often to the extent of living in male drag, and through dress and exercise emphasizing their resemblance to men while toning down their female side. In The Aggressives, Peddle introduces us to six women who feel most comfortable while they embrace their inner male, including Kisha, a messenger whose clients don't all realize she's a woman; Rjai, who is seen getting fitted for a new suit while enjoying a small degree of celebrity after appearing on The Ricki Lake Show; Tiffany, whose persona is that of a gay man and is in a relationship with a man who is undergoing gender reassignment treatments; Octavia, who after being sent to prison on drug charges finds herself forced to take on a new and more violent persona while behind bars; and Marquise, who undergoes a similar crisis when she joins the Army. The Aggressives was Daniel Peddle's first feature film. ~ Mark Deming, Rovi

Marquise Balenciaga, Kisha Batista, u.a.

“Aggressive is your strenght, your courage, your whole aura.” Kisha ist Latina, Briefbotin und beschreibt sich zu Beginn als “Femme-Aggressive”. Auf der Strasse wurde ihr Talent für die Modewelt entdeckt, in der sie auf ihre eigene Art, frei von aufgesetzten Kategorien bestehen will. Der Dokumentarfilm „The Agressives“ von Daniel Peddle, folgt einer halben Dekade der Entwicklung Kishas und fünf weiterer NewYorker Frauen einer African-American Subkultur, von denen jede ihre eigene Interpretation des Begriffs lebt.
Da ist die lesbische Octavia, deren Leben sich nach einem Gefängnisaufenthalt dramatisch verändert. Tiffany lehnt es ab, für lesbisch gehalten zu werden, solange sie straighten Sex mit „pre-op“ Transfrauen hat. Rjai ist der Star in der „Ball-Szene“. Dort messen sich nicht nur „Agressives“ in vorgegebenen Drag-Rollen und verschiedenen Kategorien. Flo sieht sich trotz ihrer asiatischen Wurzel als „Nigga“ und fühlt sich zu schwarzen Frauen hingezogen. Marquise lebt als Mann, identifiziert sich dabei als Frau, was sie nicht davon abhält in die amerikanische Armee einzutreten.
Die Dokumentation in Spielfilmlänge erlaubt einen nahen und persönlichen Blick in die Entwicklung starker Frauen, die sich den Raum nehmen ihre Identität selbst zu definieren und sich, trotz aller Widrigkeiten, wohl damit fühlen.

Die Reihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten.

Einführung Yv E. Nay am 21.2.2014.
Yv E. Nay forscht in seinem_ihren Promotionsprojekt zu Konstellationen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender mit Kindern in der Schweiz. Nay untersucht Narrative von Familie, Verwandtschaft, Elternschaft, Intimität in sog. ‚Regenbogenfamilien’. Das Forschungsprojekt ist durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einer Laufzeit von 2010-2013 finanziert. Nay war von 2009-2012 Kollegiat_in im Graudiertenkolleg „Repräsentation, Materialität und Geschlecht“ der Universität Basel. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Transgender Studies, insbesondere Transmännlichkeiten. Nay hat die Lizentiatsarbeit zu Selbstverhältnissen von Drag Kings und Transmännern verfasst.
Als Dozent_in an verschiedenen Universitäten und Hochschulen unterrichtet Nay Seminare und Vorlesungen zu Queer Theory, Sexualität, Transgeschlechtlichkeit und Qualitativen Forschungsmethodologien und –methoden.

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Filmstill: The Aggressives

Sa., 22. Februar 2014

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20:00h Eine Diskussion über Mode & Geschlecht Gefühlsecht

Prof. Barbara Vinken ist Literaturwissenschaftlerin, Modetheoretikerin, Autorin von "Angezogen. Das Geheimnis der Mode" (2013) und Thomas Meinecke ist Schriftsteller, „Lookalikes“, „Tomboy“, Hg. von „Mode und Verzweiflung“ mit den Grundthemen: Identitiät - Authentizität - Mode. Moderation: Sonja Eismann (Missy Magazin)

Literaturbüro, Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

Beschreibung >> Vorverkauf >>

Vorverkauf: 8 € / 6 € Literaturbüro: 0761 / 28 99 89

Ob Coolness, Wut auf das System oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse: Mode ist Ausdruck eines Lebensgefühls und bedient die Zuordnung zu sozialen Rastern. Selbst „Weltschmerz & Verzweiflung“ (so der Titel von Meineckes Zeitschrift) finden ihren Ausdruck in der Mode. Wie eng Mode mit der historischen und gesellschaftlichen Konstruktion von Gefühlen und Gender verzahnt ist, zeigt Barbara Vinken in ihrer Kulturgeschichte der Mode, „Angezogen“.

Barbara Vinken (* 1960 in Hannover) ist seit 2004 Professorin für Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt erschien von ihr "Angezogen. Das Geheimnis der Mode" (2013).

Thomas Meinecke ist Autor, Musiker und DJ. Von 1978 bis 1986 war er Mitherausgeber der Avantgarde-Zeitschrift „Mode & Verzweiflung“. Er ist Mitbegründer der Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) und Radio-DJ in seiner Sendung „Zündfunk“ (BR 2).

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Prof. Barbara Vinken

Di., 25. Februar 2014

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20:00h Radiosendung Jahrmarkt der Gefühlslagen Freies Radio Dreyeckland auf 102,3 Mhz

Kultur & Gender

Radio Dreyeckland 102,3 Mhz online: www.rdl.de, Freiburg

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Gender-Affekts in Musik, Theater, Literatur und Wissenschaft. Berichte und Mitschnitte der Art Affects Veranstaltungen mit Kommentaren und Musik. Auditive Übersetzung der Annäherungen an die Möglichkeiten von Gefühl als Motor politischer Praxis.

Eva Gutensohn hatte schon immer mehr Fragen als Antworten. Seit 2008 führt sie daher Interviews, am liebsten mit Musiker_innen und Künstler_innen in ihrer Reihe "Artist+Band Interview" (a+b interview) auf Radio Dreyeckland. Unter Anderem mit Les Reines Prochaines, Anna Calvi, Sophie Hunger, Mad Kate, Jolly Goods, Kaki King, Michaela Melian (FSK), Barbara Morgenstern, Anne Clark, Mosh Mosh, Martin Büsser, JD Samson von Le Tigre, Stereo Totale, DJ Ipek, Candelilla u.v.m.

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Eva Gutensohn in Aktion.

Mi., 26. Februar 2014

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21:30h Filmvorführung DIFFICULT LOVE von Zanele Muholi & Peter Goldsmid

South Africa 2012 | Regie: Zanele Muholi & Peter Goldsmid | 48 Min. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof, Freiburg

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Vorverkauf: 6 €/4€, Tel. 0761/459800-22 bis eine Stunde vorher. Abholung der Karten bis 15 Minuten vor Beginn.

Zanele Muholi, Peter Goldsmid, SA 2010; 48 Min., OV/e, HD Video, mit Zanele Muholi
Mit Difficult Love zeigt die visuelle Aktivistin Zanele Muholi einen intimen Einblick in ihre Arbeiten, und darüber hinaus in ihr Leben mit Freund_innen, Partner_innen, Angehörigen und Verbundenen - ein kollektives Werk im gemeinsamen Entstehen und Sichtbarmachen einer Geschichte südafrikanischer LGBTI-Aktivist_innen.
Die international mehr und mehr gefeierte Künstlerin schafft es in ihrem Film, grundlegende Fragen um eine politische Bewegung nicht hinter einer Fassade Kunst zu machen, verschwinden zu lassen. In den Interviews spiegeln sich ihre medialen Statements wieder und rücken, zusammen mit vielseitigen Begegnungen im Film, ausschnitthaft ins Zentrum, mit welcher politischen Lebenswelt sie und viele andere schwarze Lesben und Trans in Südafrika konfrontiert sind. Der Film ist ein persönliches Portrait, das wiederum die bekannten schwarz-weiss Portraits ihrer fortlaufenden Ausstellungsserie Faces and Phases aufgreift und in einen grösseren Kontext setzt. Er fragt und zeigt, was es heisst eine kollektive Lebenswelt sichtbar zu machen, die sich zwischen gewonnenen Freiheiten und dem bestehenden Kampf um Anerkennung und Überleben bewegt. Eine Ausstellung findet zeitgleich im neuen kino Basel statt.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten mit Einführungen zu einer der Aufführungen.

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Filmstill "Difficult Love" by Zanele Muholi & Peter Goldsmid

Do., 27. Februar 2014

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21:00h Filmvorführung DIFFICULT LOVE von Zanele Muholi & Peter Goldsmid

South Africa 2012 | Regie: Zanele Muholi & Peter Goldsmid | 48 Min. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Basel

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Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Zanele Muholi, Peter Goldsmid, SA 2010; 48 Min., OV/e, HD Video, mit Zanele Muholi
Mit Difficult Love zeigt die visuelle Aktivistin Zanele Muholi einen intimen Einblick in ihre Arbeiten, und darüber hinaus in ihr Leben mit Freund_innen, Partner_innen, Angehörigen und Verbundenen - ein kollektives Werk im gemeinsamen Entstehen und Sichtbarmachen einer Geschichte südafrikanischer LGBTI-Aktivist_innen.
Die international mehr und mehr gefeierte Künstlerin schafft es in ihrem Film, grundlegende Fragen um eine politische Bewegung nicht hinter einer Fassade Kunst zu machen, verschwinden zu lassen. In den Interviews spiegeln sich ihre medialen Statements wieder und rücken, zusammen mit vielseitigen Begegnungen im Film, ausschnitthaft ins Zentrum, mit welcher politischen Lebenswelt sie und viele andere schwarze Lesben und Trans in Südafrika konfrontiert sind. Der Film ist ein persönliches Portrait, das wiederum die bekannten schwarz-weiss Portraits ihrer fortlaufenden Ausstellungsserie Faces and Phases aufgreift und in einen grösseren Kontext setzt. Er fragt und zeigt, was es heisst eine kollektive Lebenswelt sichtbar zu machen, die sich zwischen gewonnenen Freiheiten und dem bestehenden Kampf um Anerkennung und Überleben bewegt. Eine Ausstellung findet zeitgleich im neuen kino Basel statt.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten mit Einführungen zu einer der Aufführungen.

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Filmstill "Difficult Love" by Zanele Muholi & Peter Goldsmid

Fr., 28. Februar 2014

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21:00h Filmvorführung DIFFICULT LOVE von Zanele Muholi & Peter Goldsmid

South Africa 2012 | Regie: Zanele Muholi & Peter Goldsmid | 48 Min. Filmreihe "Gefühlsabgründe". In Basel mit Portraits der fortlaufenden Ausstellungsreihe Faces and Phases von der international beachteten Dokumentakünstlerin Zanele Muholi (ZA).

neues kino, Klybeckstrasse 247, Einführung von Serena Dankwa, Basel

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Vorverkauf: Abendkasse 13CHF, Mitglieder 8CHF

Zanele Muholi, Peter Goldsmid, SA 2010; 48 Min., OV/e, HD Video, mit Zanele Muholi
Mit Difficult Love zeigt die visuelle Aktivistin Zanele Muholi einen intimen Einblick in ihre Arbeiten, und darüber hinaus in ihr Leben mit Freund_innen, Partner_innen, Angehörigen und Verbundenen - ein kollektives Werk im gemeinsamen Entstehen und Sichtbarmachen einer Geschichte südafrikanischer LGBTI-Aktivist_innen.
Die international mehr und mehr gefeierte Künstlerin schafft es in ihrem Film, grundlegende Fragen um eine politische Bewegung nicht hinter einer Fassade Kunst zu machen, verschwinden zu lassen. In den Interviews spiegeln sich ihre medialen Statements wieder und rücken, zusammen mit vielseitigen Begegnungen im Film, ausschnitthaft ins Zentrum, mit welcher politischen Lebenswelt sie und viele andere schwarze Lesben und Trans in Südafrika konfrontiert sind. Der Film ist ein persönliches Portrait, das wiederum die bekannten schwarz-weiss Portraits ihrer fortlaufenden Ausstellungsserie Faces and Phases aufgreift und in einen grösseren Kontext setzt. Er fragt und zeigt, was es heisst eine kollektive Lebenswelt sichtbar zu machen, die sich zwischen gewonnenen Freiheiten und dem bestehenden Kampf um Anerkennung und Überleben bewegt. Eine Ausstellung findet zeitgleich im neuen kino Basel statt.

Die Filmreihe „Gefühlsabgründe“ zeigt Filme mit Genderschwerpunkten mit Einführungen zu einer der Aufführungen.

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Filmstill "Difficult Love" by Zanele Muholi & Peter Goldsmid